«Toteninsel» von Gerhard Meier 7/7

Er war ein Solitär in der jüngeren Schweizer Literatur: Gerhard Meier. Zeitlebens verwurzelt in seinem Heimatort Niederbipp, begann er erst spät mit dem Schreiben. Und schuf, schöpfend aus dem Lokalen, eine Prosa, die nichts weniger ist als Weltliteratur. Es lesen Fritz Lichtenhahn und Franz Matter.

Gemälde von Böcklin: Die Toteninsel.
Bildlegende: Die fünfte Version des Gemäldes «Die Toteninsel» von Arnold Böcklin, Öl auf Holz, 1886 Wikimedia

Neben vielen Verweisen auf Bücher, Bilder und Musikstücke wird auch Bezug genommen auf jenes weltberühmte Gemälde, auf welches der Titel des Textes anspielt: «Böcklin hat fünf Versionen der Toteninsel gemalt. Und es gibt so etwas wie fünf Kontinente, wenn man Asien und Europa als einen nimmt (was im Grunde genommen zutrifft) und die Antarktis ausschliesst, da sie ohnehin unbewohnt ist. Die Toteninsel soll in unzähligen Reproduktionen in den Stuben gehangen haben, zur Zeit des Jahrhundertendes, im Fin de siècle eben«, sagte Baur.

Mit Fritz Lichtenhahn (Baur) und Franz Matter (Bindschädler)

Musik: Fritz Hauser - Regie: Stephan Heilmann - Produktion: SRF 1997 Dauer: 49‘

Diese Produktion ist im Christoph Merian Verlag als Hörbuch (CD mit MP3-Dateien) erschienen und kann im SRF-Shop bestellt werden.

Redaktion: Reto Ott