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Legende: Video Wasserstellen für Tiere abspielen. Laufzeit 01:27 Minuten.
Aus Biodiversität vom 24.07.2019.
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Tipps vom Gartenexperten Der Weg zur eigenen Wasserstelle

Pfiffige Gärtner wissen: Eine Regentonne gehört in jeden Garten. Baut man rund um die Tonne noch eine Sickergrube, haben aber auch die tierischen Bewohner Freude. Wie man einfach zur natürlichen Wasserquelle im Garten kommt, erklärt Gartenexperte Stefan Nänni.

Stefan Nänni, Gartenexperte Grüngold GmbH

Stefan Nänni, Gartenexperte Grüngold GmbH

Stefan Nänni ist diplomierter Umweltfachmann sowie Garten- und Landschaftsgestalter. Für das Sommerprojekt «Die Gartenbauer aus Oberwil» plant er die Gartenumbauarbeiten. In dieser Anleitung gibt er Tipps, wie ihr auch euren Garten naturnah umgestalten könnt.

Wer gärtnert, weiss: eine Regentonne ist Gold wert. Oder Wasser. In der Regentonne sammelt sich nicht nur gratis Giesswasser für den Garten. Wird die Tonne sinnvoll platziert, erübrigt sich auch mühseliges Wasser schleppen. Das Zückerli obendrauf: Mit wenigen und einfachen Bauarbeiten lässt sich für Insekten und Tiere Lebensraum und eine natürliche Wasserquelle gestalten.

1. Vom Dach in die Regentonne

Drei Menschen stehen um eine Tonne
Legende: Um Wasser zu sammeln, kann man auch eine alte Tonne verwenden. Diese allerdings gut reinigen, damit keine Schadstoffe ins Wasser gelangen. SRF

Das Dachwasser kann in einem alten Fass oder einer Tonne gesammelt werden. Dazu wird am Regenwasserrohr, das vom Dach führt, eine Wasserfalle eingesetzt. Es gibt zwei Varianten davon. Ein Stück Rohr mit einem ausklappbaren Teil, welches das Wasser aus dem Rohr in das Fass leitet. Oder der Regendieb, ein doppelwandiger Einsatz mit einem seitlichen Schlauchanschluss, womit das Wasser ebenfalls ins Fass geleitet wird. Beide findet man im Baubedarf oder Gartencenter.

2. Von der Tonne in die Sickergrube

Das Fass stellt man auf eine Platte, die wiederum über eine Grube herausragt. Überläuft die Tonne bei starkem Regen, sammelt sich so das überlaufende Wasser in dieser Sickergrube. So entsteht ein temporärer Miniteich für wasserliebende Tiere.

Grube mit wasserdichten Folie
Legende: Für einen permanenten Mini-Teich wird die Grube mit einer wasserdichten Folie ausgelegt. Diese Grube erfordert jedoch eine weitere Sickergrube, wohin das Wasser abfliessen kann. SRF

Die Grube wird direkt beim Regenwasserrohr ausgehoben – idealerweise 1x1x1 Meter gross. Die Dachfläche und die entsprechend herunterfliessende Wassermenge definieren die Grösse der Grube.

Damit es keine Überschwemmungen gibt, muss sichergestellt werden, dass der Boden sickerfähig ist. Dazu gibt es eine einfache Methode: Man füllt die Grube zur Hälfte mit Wasser und beobachtet, wie schnell das Wasser abfliesst. Geht das nur sehr zögerlich, muss das Regenwasser mittels einer Dränagenleitung umgeleitet werden. Diese wird unten am Dachwasserrohr angeschlossen.

3. Von der Sickergrube zum Lebensraum

Mini-Teich
Legende: Das Regenwasser fliest von der Tonne in die Grube und läuft anschliessend durch einen Bach in eine Sickergrube. SRF

Die Grube wird mit verschieden grossen Steinen und Kies gefüllt. Zuoberst kann man der Kreativität freien Lauf lassen: Eine Wasserschale, eine Vertiefung mit Folie ausgekleidet, wo das Wasser stehen bleibt oder ein kleiner Bachlauf, der das Wasser wegleitet. Angereichert mit standortgerechten Pflanzen macht dieser Umbau eine einfache Versickerung zu einem kleinem Lebensraum für Insekten und Amphibien.

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