Dem Muskelkrampf den Garaus machen

Gesundheit

Vor allem nachts, wenn wir schlafen, sucht er uns heim: der Muskelkrampf. Zack! Die Wade krampft, der Muskel schmerzt, ans Aufstehen ist nicht zu denken. Und doch ist es genau das, was man tun sollte.

Man geht davon aus, dass jeder Dritte regelmässig von einem Wadenkrampf unsanft aus dem Schlaf gerissen wird.
Bildlegende: Man geht davon aus, dass jeder Dritte regelmässig von einem Wadenkrampf unsanft aus dem Schlaf gerissen wird. colourbox.com

Akut gegen einen Muskelkrampf hilft nur eines: den Muskel dehnen. Bei einem nächtlichen Wadenkrampf geht dies am besten, indem man aufsteht und dehnt oder einige Schritte geht. Bei der Dehnung ist es wichtig, die Zehen in Richtung Schienbein zu ziehen oder die Füsse flach auf den Boden zu stellen und leicht in die Knie zu gehen.

Muskelkrämpfe können ganz unterschiedliche Gründe haben: Magnesium-, Kalzium- oder Kaliummangel, zum Beispiel durch starkes Schwitzen, Überbelastung des Muskels, eine Fehlstellung, Alkoholkonsum, und vor allem bei älteren Patienten Medikamente, eine Krankheit oder verkürzte Muskeln.

Um Krämpfe vorzubeugen, muss man daher wissen, was der Grund für die Krämpfe ist. Ist es ein Magnesiummangel, können Magnesiumzusätze helfen. Dies ist jedoch meist bei Sportlern der Fall. Sind es die Medikamente, zum Beispiel Parkinsonmedikamente oder Diuretika, oder eine bestehende Krankheit, muss dies mit dem behandelnden Arzt abgeklärt werden.

Studien haben gezeigt, dass nächtliche Wadenkrämpfe nachlassen, wenn man prophylaktisch vor dem zu Bett gehen die Waden dehnt. Eine weitere Möglichkeit, diesen Wadenkrämpfen vorzubeugen, ist folgende: Die Bettdecke so unter dem Fuss durchschlagen, dass die Fussspitze leicht nach oben in Richtung Scheinbein gedrückt wird.

Redaktion: Brigitte Wenger