Der Falsche Mehltau

Es gibt den Echten und den Falschen Mehltaupilz. Beide gelangten im 19. Jahrhundert von Amerika nach Europa. Der Echte Mehltaupilz zeigt sich bei schönem Wetter, der Falsche tritt bei Regenwetter mit feuchtwarmen Temperaturen auf.

Eine von Falschem Mehltau befallene Basilikumpflanze, deren Blätter Verfärbungen aufzeigen.
Bildlegende: Eine von Falschem Mehltau befallene Basilikumpflanze, deren Blätter Verfärbungen aufzeigen.

Falsche Mehltaupilze traten erstmals 1878 in Frankreich auf. Im Gegensatz zum Echten Mehltau tritt ein weiss-grau-blauer Pilzrasen nur auf der Blattunterseite auf. Auf der Blattoberseite entstehen gelbliche Flecken, sogenannte Ölflecken.

Der Pilz dringt durch die Spaltöffnungen in die Blätter ein und wächst im Blattinnern. Die Blätter vergilben in der Folge und fallen ab. Die Überwinterung der Wintersporen erfolgt auf abgefallenem Laub, von daher erfolgt im Frühjahr die Neuinfektion.

Unterschiedliche Arten des Falschen Mehltaus befallen Reben, Kartoffeln als Kraut- und Knollenfäule und Tabakblätter als Blauschimmel. In extrem feuchtwarmen Jahren werden auch Rosen, Kohl, Kopfsalat, Spinat, Gurken und Zuckerrüben infiziert.

Im Gespräch mit Bernhard Siegmann spricht Pflanzendoktor Hermann Zulauf über den Falschen Mehltau und erklärt, wie er zu erkennen und zu bekämpfen ist. Weitere Informationen sind ebenfalls im angefügten Merkblatt enthalten.

Redaktion: Bernhard Siegmann