Der Puls gibt dem Arzt unseren Rhythmus vor

Gesundheit

Mit jedem Herzschlag werden zwischen 70 bis 100 Milliliter Blut aus dem Herzen in den Körperkreislauf gepumpt. Diese Wellen führen zu einer vorübergehenden Ausdehnung der arteriellen Blutgefässe, was wir als Puls an verschiedenen Körperstellen ertasten können.

Ärztin nimmt den Puls beim Patienten.
Bildlegende: Mit etwas Übung findet man den Puls schnell. Keystone

«Am bekanntesten ist die Pulsmessung am Handgelenk oder an der Halsschlagader», sagt Hausarzt Christoph Stirnimann, «es gibt aber auch die Möglichkeit, den Puls am Fuss, in der Kniekehle und sogar am Kopf im Stirnbereich und auch an weiteren Körperstellen zu tasten. Diese Möglichkeiten helfen gelegentlich auch, abzuschätzen, ob ein Körperteil überhaupt genügend durchblutet wird.»

60 bis 70 pro Minute Ruhepuls

«Die Pulsuntersuchung gibt uns Ärzten verschiedene Hinweise: Der Ruhepuls sollte optimalerweise bei erwachsenen Personen regelmässig und um 60 bis 70 pro Minute sein. Ist der Puls deutlich tiefer, könnte der Patient entweder über eine sehr gute Kondition verfügen, aber es könnte auch eine Herzrhythmusstörung dahinterstecken. Ein deutlich zu hoher Puls kann bei körperlichem aber auch psychischem Stress, bei Infektionen, bei Flüssigkeitsmangel aber auch bei Herzproblemen auftreten. Eine Pulsunregelmässigkeit kann ein Hinweis für eine Herzrhythmusstörung sein.»

Redaktion: Brigitte Wenger