Josephine Baker - Bananenröcklein und Ehrenlegion

Musik & Geschichten

Josephine Baker war eine aussergewöhnliche Künstlerin, die polarisierte. In Wien, Prag, Budapest und München wurden ihre Auftritte verboten. Ihre Kostüme und ihre Tänze waren den Veranstaltern zu ausgefallen. Dem Publikum hingegen gefiel Bakers Extravaganz.

Alte Fotografie mit der leicht gekleideten Sängerin.
Bildlegende: Josephine Baker(1906-1975) im legendären Bananenröckchen aus der Folies Bergère-Produktion «Un Vent de Folie» von 1927. Wikipedia/Lucien Waléry (1863-1935)

Mitte der 1920er Jahre ist Josephine Baker der Star der Les Folies Bergère. Sie tritt in zwei Revuen auf und tanzt in ihrem legendären Bananenröckchen. Josephine Baker erobert das Pariser Publikum im Sturm, das Dank der amerikanischen Künstlerin zum ersten Mal einen Charleston zu sehen bekommt.

1937 nimmt Josephine Baker die französische Staatsbürgerschaft an. Die Jahre des Zweiten Weltkriegs verbringt sie in Frankreich und Nordafrika. Sie arbeitet für die Résistance und den französischen Geheimdienst. Ab 1944 gibt sie Vorstellungen für die Truppen in Paris. Später wird ihr die Widerstandsrosette und das Band der französischen Ehrenlegion verliehen.

Josephine Baker wurde 3. Juni 1906 in St. Louis USA geboren. Sie starb im April 1975, kurz nach ihrem Comeback, in Paris an Herzversagen.

Im «Musikwelle Magazin» spricht Musikredaktor Jürg Moser über die beeindruckende Karriere des Showgirls Josephine Baker.

Moderation: Christian Salzmann, Redaktion: Jürg Moser