Musik und Geschichten: Adolf Stähli

Für viele Fans des Jodelgesangs ist er nach wie vor der Jodler, Dirigent, Dichter und Komponist schlechthin: Der Berner Oberländer Adolf Stähli. Sein Lied «E gschänkte Tag» ist eines der meistgesungenen Jodellieder überhaupt und fehlt in praktisch keinem Wunschkonzert.

Am 31. Mai 1999 ist Adolf Stähli kurz vor seinem 75. Geburtstag verstorben, übermorgen jährt sich sein Tod bereits zum 13. Mal.

Trotz dieser 13 Jahre ist Adolf Stählis Werk unvergessen. Gerade am letzten Eidgenössischen Jodlerfest im Juni 2011 in Interlaken waren seine Kompositionen einmal mehr die meist gesungenen an den Wettkonzerten. Unvergessen ist Adolf Stähli auch bei seinen Jodlerkameraden des Jodlerklubs Oberhofen. Dies ist der Chor, welcher Stähli als Dirigent ab 1956 zu grossen Erfolgen führte und der noch heute unzertrennbar mit seinem bekannten früheren Dirigenten in Verbindung gebracht wird.

Naturmensch, Zivilstandsbeamter, Dichter

Auch wenn Adolf Stähli zeitlebens ein ausgesprochener Naturmensch war, absolvierte er nach seiner obligatorischen Schulzeit eine Bürolehre. Ab 1954 bis zu seiner Pensionierung im Jahr 1990 arbeitete er danach in seiner Heimatgemeinde Oberhofen am Thunersee als Zivilstandsbeamter. In dieser Funktion vermählte er unzählige Paare und setzte dabei auch seine dichterische Ader immer wieder ein.

Im «Musik und Geschichten» blickt Volksmusik-Redaktor Sämi Studer auf das umfangreiche Werk von Adolf Stähli zurück. Mit dem Alt-Nationalratspräsidenten Hanspeter Seiler erinnert sich auch ein enger persönlicher Freund Stählis an diesen grossen Mann zurück. Zu hören ist die allererste Komposition von Adolf Stähli - das «Justistal-Lied» dargeboten vom Jodlerklub Oberhofen.

Redaktion: Sämi Studer