Musik und Geschichten: Strangers in the Night

Frank Sinatras «Strangers in the Night» wurde 1966 zum Welthit. Ein Millionenerfolg, bei dem aber bis heute unklar ist, wer ihn eigentlich komponiert hat.

Als man in Hollywood einen Komponisten für den Film «A Man could get killed» suchte, fiel die Wahl auf Bert Kaempfert. Dieser hatte sich bereits mit «Moon over Naples» einen Namen gemacht.

Vor allem eine Melodie fiel den Filmproduzenten positiv auf. Ein Team an geeigneten Textern wurde zusätzlich engagiert und der Evergreen «Strangers in the Night» war geboren,

Im Abspann wurden sowohl die Texter Singleton/Snyder sowie Bert Kaempfert als vermeintlichen Komponisten erwähnt. Ganz korrekt lief es dabei aber nicht ab.

Nebst Bert Kaempfert war nämlich auch sein langjähriger Weggefährte und kreativer Kopf Herbert Rehbein massgeblich daran beteiligt.

Der Einfachheit halber, und weil Bert Kaempfert schon bekannt war, wurde Rehbein einfach übergangen. Eine herbe Enttäuschung für den talentierten Komponisten, Arrangeur und Bandleader. Erst viel später konnte er sich mit Kaempfert wieder einigen.

Dass Rehbeins Name nie auf einem Notenblatt zu «Strangers in the Night» zu finden war, liess sich dadurch natürlich nicht mehr ändern.