Nachtsehschwäche: dunkel, verschwommen, unklar

Der Mensch ist kein Nachtwesen, das menschliche Auge nicht für die Dunkelheit gemacht. Darum spricht der Volksmund von der «Nachblindheit», wenn die Dunkelheit mehr als normal verunsichert. Blind ist man dann zwar nicht, aber eine Sehkorrektur könnte sich lohnen.

Ein Auto im nächtlichen Verkehr mit vielen Lichtern vorne, rechts und links.
Bildlegende: Bei Nachtsehschwäche verschwinden Konturen und Schatten, Orientierungslosigkeit macht sich breit. colourbox

«Unser Auge gewöhnt sich viel schneller an die Helligkeit, als an die Dunkelheit», sagt Hausarzt Christoph Stirnimann. «Nach einer Viertelstunde im Dunkeln haben unsere Augen bereits einen Grossteil der Dunkeladaptation gemacht, vollständig ist diese jedoch erst etwa nach einer Stunde.» Und wer hält sich heute schon eine Stunde lang in der Dunkelheit auf.

Der sogenannten Nachtblindheit liegt meistens eine Sehschwäche zugrunde. Fühlt sich jemand also beim Autofahren in der Nacht nicht wohl, sieht diese Person gar Fussgänger schlechter als der Beifahrer, lohnt es sich, dies bei einem Arztbesuch anzusprechen.

Die echte Nachtblindheit, also dass man in der Dunkelheit gar nichts mehr sieht, ist hingegen sehr selten.

Redaktion: Brigitte Wenger