Perry Como der «verträumte» Bariton

Mit seiner sanften Stimme schmeichelte Perry Como sich über 30g Jahre in die amerikanische Hitparade. Der «verträumte» Bariton war zudem ein beliebter TV-Star und blieb dennoch immer der Kumpel von nebenan.

«Dreamy Baritone» Perry como 1961.
Bildlegende: «Dreamy Baritone» Perry como 1961. Wikipedia/Walter Albertin

Seine ersten Gehversuche startete der US-Amerikaner mit italienischen Wurzeln als singender Coiffeur. Als das Microfon erfunden wurde, wurde der Gesangsstil des «Crooners» populär, den auch Bing Crosby, Frank Sinatra oder Dean Martin pflegten. Perry Como traf mit seiner sanften, männlichen Stimme genau diesen Zeitgeist.

Vom singenden Coiffeur zum Crooner

Erst nach dem zweiten Weltkrieg begann aber seine wirkliche Karriere als Gesangsstar. Vor allem mit Balladen wie «Till the end of time» oder «Surrender» konnte er brillieren. In den Fünfzigerjahren änderte sich sein Stil hin zu eher banaleren Popsongs.

Magic Moments

Sein letzter Nummer 1 Hit in den USA wurde «Catch a falling star» gepaart mit «Magic Moments»- beides Titel, die noch heute zu Evergeens zählen.

«The Perry Como Show»

Dank seiner attraktiven Erscheinung gelang Como zudem der Sprung ins Fernsehen und ins Kino. Trotz diesem Erfolg, verkörperte er stets den Typ Amerikaner, den man auch auf ein Bier in der Kneipe ums Eck oder beim shoppen im Supermarkt hätte antreffen können. Das machte Perry Como so greifbar und beliebt, dass seine Karriere auch schwierige Zeiten überdauerte, als sein Musikstil nicht mehr angesagt war.  

Jubiläum

Am 18. Mai 2012 wäre Perry Como 100 Jahre alt geworden. Seine Biografie erzählt von einem spannenden Leben mit vielen unvergesslichen Hits, welches Musikredaktor Jürg Moser in «Musik und Geschichten» noch einmal aufleben lässt.

Moderation: Christine Gertschen, Redaktion: Jürg Moser