Hat 3/11 die japanische Kulturlandschaft verändert?

Zuerst war der Schock und die Sprachlosigkeit: Doch mit einer zweijährigen Distanz lassen sich vorsichtig erste Spuren erkennen, wie KünstlerInnen auf Fukushima reagieren.

Community-Projekte mit Einbezug der Lokalen Bevölkerung sind hoch im Kurs in Japan. Hier im Süden von Japan beim Kunisaki Art Project.
Bildlegende: Community-Projekte mit Einbezug der Lokalen Bevölkerung sind hoch im Kurs in Japan. Hier im Süden von Japan beim Kunisaki Art Project. Kikuko Usuyama

In Mito, im Norden von Tokyo, hat die Kuratorin Yuu Takehisa in der Ausstellung «Artists and the Desaster» rund dreissig Projekte von vor allem bildenden KünstlerInnen zusammengestellt, die direkt auf Fukushima reagiert haben: Mit Community-Projekten, Dokumentationen, künstlerischen Aktionen.

Es gibt, auch in der Kultur, viele verschiedene Arten mit Fukushima umzugehen: Während die einen versuchen für das Unvorstellbare eine künstlerische Umsetzung zu finden, wenden andere der Metropole Tokyo den Rücken zu, und suchen neue Wege der Kulturvermittlung und des künstlerischen Dialogs. Begegnungen im Post-Fukushima-Japan.

Autor/in: Dagmar Walser