Essen beschreiben trainiert das Gehirn

Wer das Essen in Aussehen, Geruch und Geschmack beschreiben will, muss es zuerst mit allen Sinnen wahrnehmen. Diese Sinne werden in ganz unterschiedlichen Arealen unseres Gehirns verarbeitet. Und da Hirnleistung als Hirntraining gilt, kann man sagen: Essen beschreiben trainiert das Gehirn.

«Es gibt Hinweise dafür, dass Essen beschreiben, wie Kreuzworträtsel lösen, eine Demenz vorbeugen kann», sagt der Sensoriker und Kulinarik-Experte, Patrick Zbinden. Beim Beschreiben des Essens werden allerdings noch mehr Hirnareale aktiviert, als beim Kreuzworträtsel lösen.

Wer das Essen beschreiben soll und es damit zuerst mit allen Sinnen wahrnehmen muss, trainiert aber nicht nur das Gehirn, sondern auch den Genuss. Was beim Degustieren von Wein bereits völlig normal ist, kann man auch mit Brot, Käse oder einem einfachen Rüebli tun: Beschreiben und genissen.

Für die Festtage hat Patrick Zbinden einen einfachen Einsteigertipp bereit: Versuchen Sie, die Intensität der Weihnachtsguetzli zu beschreiben. Sind diese sehr süss oder einfach süss oder könnten sie gar süsser sein?