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Alltag & Umwelt Milchpulver – Fast so gut wie sein Ursprung

Wer kleine Kinder hat, weiss es zu schätzen, aber auch in den meisten Vorratskammern hat das Milchpulver seinen Platz: Es ist leicht, braucht wenig Platz und hält sich lange. Wie wird es eigentlich hergestellt, und ist das überhaupt noch richtige Milch? Die «Mailbox» klärt auf.

Ein Plastiklöffel mit Milchpulver darum herum auf einer Edelstahloberfläche.
Legende: Milchpulver ist praktisch und findet in zahlreichen Produkten Verwendung. Colourbox

Milchpulver ist nichts anderes als Milch ohne Wasser. Um die Pulverform zu erhalten, wird die Milch in einem ersten Schritt erhitzt, wobei der Grossteil des Wassers verdunstet. Dann wird das Konzentrat in einer grossen Halle von der Decke her versprüht, während unten heisse, trockene Luft eingeleitet wird. Auf dem Weg nach unten verdunstet weitere Feuchtigkeit, und das Milchpulver fällt wie Schnee zu Boden. Am Ende des Prozesses enthält es nur noch vier Prozent Wasser.

Milchpulver lässt sich aus Vollmilch, Magermilch oder Molke herstellen. Je nachdem enthält es unterschiedlich viel Fett, Eiweiss und Milchzucker.

Beim Herstellungsprozess verliert die Milch einen Teil der Vitamine – etwa gleich viel wie der Produktion von UHT-Milch. Gibt man Milchpulver wieder Wasser hinzu, erhält man denn auch eine Milch, die im Geschmack der UHT-Milch ähnlich ist.

Vor- und Nachteile von Milchpulver

+ Bis sechs Monate haltbar
+ Keine Kühlung erforderlich
+ Platzsparend lager- und transportierbar
+ Praktisch in der Anwendung

- Energieintensive Herstellung
- Geschmacklich und qualitativ schlechter als Frischmilch
- Bei Laktoseintoleranz genauso unverträglich

5 Kommentare

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  • Kommentar von Klarinella Borz, Zürich
    Bin auch Ihrer Meinung. Dieser Milchwahn kann ich nicht verstehn, ist doch total eklig die muttermilch einer kuh zu trinken, die voll mit hormonen ist, welche für das kälbchen gedacht sind. Erwachsene Menschen trinken ja auch keine Menschenmillch mehr!
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    1. Antwort von P. Steiger, Schaffhausen
      Da hoffe ich aber, dass Sie auch kein Fleisch, Eier, Fisch etc. essen. Ist auch nicht für den Menschen gedacht!
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  • Kommentar von Nicola Harrison, Nussbaumen
    Katzenmilch ist dazu da, Katzenbabys so lange zu ernähren, bis sie selbständig Mäuse fressen und verdauen können. Menschenmilch ist dazu da, Menschenbabys so lange zu ernähren, bis sie selbständig Früchte und Gemüse essen und verdauen können. Und Kuhmilch ist dazu da, Kälber so lange zu ernähren, bis sie selbständig Gras und Kräuter fressen und verdauen können. http://www.diet-health.info/de/100001/papers/6041/ernaehrung/Buchbesprechung-MILK-The-Deadly-Poison-von-Robert-Cohen-6041
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  • Kommentar von Ga Ne, Zürich
    Ein Teil der Vitamine... wer's glaubt! UHT ist ultrahocherhitzte Milch, da lebt jetzt aber gar nichts mehr. Da lobe ich mir die Rohmilch vom Demeter-Bauern. Bekommt man täglich frisch. Da ist nichts erhitzt und schon gar nicht homogenisiert. Das Homogenisieren der Milch bewirkt, dass die Milchfettmoleküle derart klein zertrümmert werden, dass sie in die Blutbahn gelangen. Das ist alles andere als gesund.
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    1. Antwort von P. Müller, Elgg
      Ein Teil der Vitamine geht hops bei einem Erhitzungsverfahren, diesbezüglich gebe ich Ihnen Recht. Dafür können Sie behandelte Milch (Past, UHT, Milchpulver) wesentlich länger lagern und geben sich ned der Gefahr einer mikrobiellen Infektion wie bspw. durch Pseudomonaden hin. Daher sollte (In Deutschland muss!) Rohmilch vor dem Konsum abgekocht werden, was mehr Vitamine zerstört als pasterisieren. Weitere Infos dazu auf: http://www.swissmilk.ch/
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