Mit Pillen wieder «runterkommen»

Frauen und ältere Menschen nehmen sie überdurchschnittlich häufig und fast acht Prozent der 15-Jährigen sind damit schon in Berührung gekommen: Schlaf- und Beruhigungsmittel zur Bekämpfung von Nervosität, Unruhe und Schlaflosigkeit. Das Suchtrisiko ist enorm.

Stress, Schlaflosigkeit, Angstzustände: Begleitumstände unserer modernen Zeit, denen regelmässig und gerne mit Medikamenten begegnet wird: Alleine in der Schweiz wurden in den letzten Jahren knapp drei Millionen Packungen Beruhigungsmittel und fast fünf Millionen Packungen Schlafmittel verkauft.

Während die einen versuchen, mit chemischer Hilfe den «Turbo» zu zünden, nutzen andere die zwar verschreibungspflichtigen aber dennoch leicht erhältlichen Medikamente mit beruhigender Wirkung, um wieder «runterzukommen». Manche tun beides, nehmen je nach Bedarf «Uppers» oder «Downers», befinden sich so in einem stetigen Wechsel zwischen Euphorie und Dämpfung – und treiben Raubbau an sich selbst.

Wie wirken diese Mittel? Welche sind problematisch? Wie kontrolliere ich als Laie meinen Beruhigungsmittelkonsum? Über welchen Zeitraum kann ich solche Mittel nehmen – und ist «pflanzlich» gleichbedeutend mit «harmlos»? «Ratgeber»-Arzt Felix Huber beantwortet Fragen und zeigt mögliche Alternativen zum Medikamentenmissbrauch auf.