Drücken, kneten, beugen, dehnen...

Wer glaubt, sich bei dieser fernöstlichen Technik unter sanften Händen entspannen zu können, liegt falsch: Die klassische Thaimassage arbeitet mit kräftigem Druck und Dehnungen. Geschwächte Körperpartien sollen so aktiviert und Stauungen abgebaut werden. Unser Versuchskaninchen hat echt gelitten.

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Das Versuchskaninchen - Thaimassage am eigenen Leib

5:06 min, aus Puls vom 19.4.2010

Die traditionellen Thaimassage kombiniert Druckpunktmassage mit Dehnübungen, die an Yogapositionen erinnern. Es wird vermutet, dass die Technik vor rund 2500 Jahren in Indien entwickelt wurde und mit dem Buddhismus nach Thailand gelangte.

Bei der Thaimassage sollen Energielinien im Körper stimuliert werden. Die Massierenden setzen dazu Handballen, Daumen, Knien, Ellenbogen und Füsse ein. Um genügend Druck auszuüben, wird oft das ganze Körpergewicht zur Hilfe genommen. Durch Dehnungen, Beugungen und Streckungen kann sich die Muskulatur entspannen und die Beweglichkeit wird erhöht.

Thaimassage wird angewandt bei Rückenschmerzen, Verspannung oder Kopfschmerzen. Die Anbieter empfehlen sie aber auch bei Schlafstörungen, Übelkeit, Durchfall oder Verstopfung. Thaimassage findet am Boden statt. Wer sich massieren lässt, trägt lockere Kleidung. Eine volle Thaimassage dauert etwa zwei Stunden und kostet rund 150 Franken.