Genfer Tests des Ebola-Impfstoffs bislang ohne Komplikationen

Die Freiwilligen, die an den klinischen Impfstofftests in Genf teilnehmen, vertragen den kanadischen Impfstoff VSV-ZEBOV gut. Bisher seien keine beunruhigenden Nebenwirkungen beobachtet worden.

Ampulle mit dem Impfstoff VSV-ZEBOV Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die Versuche mit dem kanadischen Impfstoff verlaufen wie erwartet. globalnews.ca

Wie erwartet habe der Impfstoff in der Woche nach der Verabreichung entzündliche Reaktionen ausgelöst. Diese seien jedoch schwach bis moderat ausgefallen. Sie seien nach einigen Stunden, spätestens nach zwei bis drei Tagen ohne beunruhigende Nebeneffekte wieder abgeklungen.

Das Universitätsspital Genf testet den kanadischen Impfstoff VSV-ZEBOV für die Weltgesundheitsorganisation WHO mit dem Einverständnis der Zulassungsbehörde Swissmedic. Seit dem 10. November haben 34 der insgesamt 115 vorgesehenen Freiwilligen eine starke oder schwache Impfdosis oder ein Placebo erhalten. Wer kurz- oder mittelfristig in eines der Epidemiegebiete reist, erhielt aus ethischen Gründen kein Placebo.

Die Freiwilligen werden in Intervallen von jeweils zwei Wochen, einem Monat und drei Monaten nach der Injektion weiter beobachtet. Wöchentlich bekommen 15 neue Versuchspersonen eine Injektion in die Schulter gespritzt. Die ganze Testreihe dauert bis Anfang 2015.