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Legende: Video 3D-Gebärsimulator abspielen. Laufzeit 00:36 Minuten.
Aus Puls vom 29.01.2018.
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Gesundheitswesen Erster Geburtssimulator mit erweiterter Realität

Lucina ist die erste Gebärpuppe, die über eine spezielle 3D-Brille ihr Inneres preisgibt. Für die Studenten wird so sichtbar, wie der Geburtsvorgang im Detail abläuft.

Lucina ist die Gebärpuppe der Zukunft. Medizinische Trainingsgeräte gibt es viele, doch dieser amerikanische Geburts-Simulator hat es wortwörtlich in sich. Denn mit Hilfe einer 3D-Brille sehen die Studenten in den Körper hinein und können nachverfolgen, wie der Geburtsvorgang im Detail abläuft.

Mit einem Computerprogramm können auch Komplikationen simuliert werden. So können die angehenden Geburtshelfer auch die bei Problemstellungen nötigen Handgriffe möglichst realitätsnah üben.

Übung nicht zum Schnäppchenpreis

Im Ausbildungspaket inbegriffen sind die Mannequins von Mutter und Fötus in Echtgrösse. Die Gelenke sind dehnbar und der Uterus flexibel. Der Preis dafür liegt bei etwa 80'000 Dollar.

Auch andere Tests laufen bei der «Hololens»-Entwicklerin Microsoft. So wollen sie den Körper dreidimensional darstellen. Während des Kurses kann somit der Lehrer wie auch der Student direkt in den Körper hineinzoomen, die Lage erkennen oder beispielsweise Stents setzten. Handgriffe können damit noch präziser geübt werden.

Auch andere Hersteller forschen zur Augmented-Reality-Medizin. Einblick in den Anatomie-Unterricht der nächsten Generation verspricht etwa «3D4medical».

3 Kommentare

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  • Kommentar von Doris Fitze  (Doris Fitze)
    Die erste Erkenntnis der Geburtshilfe wäre wohl, sich die Schwerkraft zunutze zu machen: also nicht liegend sondern stehend/im Vierfüssler gebären. Die gezeigte Position ist sehr ungünstig! Die Puppe sollte in eine "gebärfreundliche" Position gebracht werden und die angehenden Ärzte sollten sich ruhig auch etwas körperlich anstrengen müssen.
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    1. Antwort von antigone kunz  (antigonekunz)
      Die Gebärende wurde in der männlich geprägten Geburtshilfe im Spital des ausgehenden 19 Jahrhunderts so positioniert, dass es für den Arzt bequem zu sein hatte. Eine Wende kam erst mit Frederik Leboyer. Die seit es-menschengibt- Tradition, der Hebammengeleiteten Geburtshilfe wurden von diesen Herren systematisch zurückgedrängt. Die Abbildung hier zeigt auf, wie patriarchale, chauvinistische Geburtshilfe aussieht. Preisgegeben der Willkür, schutzlos ausgesetzt.
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  • Kommentar von antigone kunz  (antigonekunz)
    Es ist an der Zeit, dass die Geburt wieder in Frauenhände, in Hebammenhände kommt. Diese patriarchale übergriffige Kultur in der Geburtshilfe ist einfach unglaublich. Es erstaunt mich, dass es immer noch Frauen gibt, die Kinder bekommen. Vielleicht sollten viele von uns Donna Haraways Aufruf wirklich ernst nehmen und umsetzen: Make Kin not Babies.
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