Vollgassport schwächt unsere Zellen

Super kurz und super hart: Intensivtraining ist im Trend, sollte von Untrainierten aber langsam angegangen werden.

Erschöpfte Gruppe beim Indoor Cycling. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Vollgas bis zur totalen Erschöpfung: Einsteiger sollten sich in Intensivtrainings nicht zu viel zumuten. Imago

Sich in wenigen Minuten völlig auszupowern ist «in»: Intensivtrainings sind der neue Trend im Fitnessbereich und versprechen hohen Trainingseffekt bei vermindertem Zeitaufwand.

US-Forscher haben untersucht, wie gut diese Vollgastrainings für untrainierte Durchschnittsmenschen geeignet sind und zeigen sich mässig begeistert: Die Extrembelastung führe unter anderem dazu, dass die Mitochondrien in den Zellen des Muskelgewebes nach dem Training nur mit halber Leistung arbeiten. Das resultiere in verringerter Sauerstoffaufnahme und schwäche die Abwehr freier Radikaler.

Welchen langfristigen Einfluss der noch junge Fitnesstrend auf die Gesundheit hat, sei unklar und bedürfe weiterer Studien. Es sei aber anzunehmen, dass langjährige Sportler und regelmässig Trainierende mit den Nebeneffekten gut fertig werden. Untrainierten Einsteigern empfiehlt Studienautor Robert Boushel, es mit dem Intensivtraining langsam angehen zu lassen, «sonst nimmt Ihre Leistungsfähigkeit vielleicht zu, aber die Gesundheit leidet.»