Geniessen, was noch möglich ist

Im halben Jahr nach den ersten Aufnahmen erlebte die alzheimerkranke Annette Baumann eine eher stabile Phase. Ihr Ehemann stellt aber dennoch fest, dass sie unselbständiger geworden ist. Nach wie vor ist sie aber körperlich sehr gesund.

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«Alzheimer hautnah» (2) - Geniessen, was noch möglich ist

7:19 min, aus Puls vom 13.2.2012

Karl Baumann fördert ganz bewusst solche körperlichen Aktivitäten. Seine Frau soll möglichst lange fit bleiben. Erhalten geblieben sind ihr im Moment auch noch gewohnte Bewegungsabläufe. So kennt sie nach wie vor viele Handgriffe auf dem Boot, hat beim Darts-Spiel einen sicheren Wurf und kann sogar noch Punkte ausrechnen.

Sie befindet sich nach wie vor im mittleren Stadium der Alzheimer-Krankheit. Betroffene sind in dieser Zeit bereits weitgehend abhängig und im Alltag allein völlig hilflos. Sie suchen aber gleichzeitig immerzu Aktivitäten und Anregungen, sind unruhig und haben einen starken Bewegungsdrang.

Für betreuende Angehörige ist dieses Stadium oft sehr herausfordernd und belastend. Karl Baumann fühlt sich im Moment noch stark genug, um seine Frau weitgehend zuhause zu betreuen. Seine Haltung ist: Nicht zu sehr an die Zukunft denken, sondern mit seiner Frau das geniessen, was im Moment noch möglich ist.

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