Schweizer Hände sind nur mittelprächtig sauber

Nach dem Gang zur Toilette die Hände mit Seife waschen. Diese einfache Regel reduziert die Keimbesiedelung der Hände auf ein Minimum und hilft somit, die Verbreitung von Krankheitserregern zu verringern. Eine weltweite Umfrage zeigt: Je nach Nation, schwankt die Disziplin bei der Handhygiene enorm.

Video «Händewaschen weltweit» abspielen

Händewaschen weltweit

0:51 min, aus Puls vom 18.1.2016

Über 60'000 Personen aus 63 Ländern haben an einer Umfrage zum Thema Händewaschen teilgenommen. Einige der bemerkenswerten Resultate:

  • 73 Prozent der Schweizer waschen sich nach dem Toilettengang konsequent die Hände. Damit befindet sich die Schweiz auf Rang 37, also im hinteren Mittelfeld.
  • In Europa am schlechtesten abgeschnitten haben die Holländer. Nur gerade die Hälfte von ihnen benützt nach dem WC konsequent Wasser und Seife.
  • Mit 96 Prozent fleissigen Händewäschern liegt Bosnien an der Spitze von Europa, weltweit betrachtet nur noch übertroffen von Saudi-Arabien mit 97 Prozent.
  • Schlusslicht der Rangliste ist China, wo gerade mal 23 Prozent der Befragten regelmässig nach dem Toilettenbesuch die Hände mit Seife wäscht.

Die Unterschiede lassen sich mit kulturellen Gepflogenheiten, aber auch mit dem unterschiedlichen Zugang zu sanitären Anlagen erklären. Eine Studie schätzt, dass das regelmässige Händewaschen mit Wasser und Seife jedes Jahr weltweit über 600'000 Leben retten könnte.

Sendung zu diesem Artikel