Von Fehlbaren und Vermessenen

Fortschritt in der Medizin geht oft auch auf Kosten der Patienten. Ein Tabuthema. Der «HörPunkt» von Radio SRF 2 Kultur geht der Frage nach, warum Ärzte manchmal das Gute wollen, aber das Schlechte erreichen.

Standbild aus dem Horrorklassiker «Frankenstein» von 1931 Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Der Zweck heiligt die Mittel nicht: Dr. Frankenstein erweckt tote Materie zum Leben – und schafft damit ein Monster. universal pictures

Wissenschaft überschreitet Grenzen. Das muss sie. Sonst ist sie keine. Wer forscht, will durchdringen, was noch nie gedacht wurde, will Gebiete betreten, wo noch nie jemand war, will ausprobieren, was noch kein anderer entwickelt hat. Doch Wissenschaft ist nicht a priori gut. Sie kann auch Schaden anrichten.

Die Wissenschaftsredaktion von SRF 2 Kultur besichtigt Tatorte. Berichtet von kriminellen, nachlässigen und naiven Forschern. Fragt, warum Wissenschaftler zu Tätern und Forschungsgebiete zur Gefahr werden. Diskutiert, wie wissenschaftliche Erkenntnisse missbraucht werden und wer die Verantwortung dafür trägt.

Tatort «Praxis»

53 min, aus HörPunkt vom 14.02.2014

Fortschritt in der Medizin kann es nur mit Versuchen am Menschen geben. Nicht immer geht es dabei aber in erster Linie um das Wohl der Versuchspersonen.

In der Gerichtspsychiatrie geht es oft um das (vermeintliche) Wohl der Gesellschaft und um deren Schutz vor einzelnen Tätern mit erschreckenden Auswüchsen in der Vergangenheit.

Bei klinischen Versuchen zum Testen von neuen Medikamenten geht es auch heute nicht zuletzt um viel Geld und Ruhm – dafür müssen manchmal auch Menschen ihr Leben lassen.

Und auch wenn der Patient bei einer Operation einmal wirklich im Zentrum stünde, können Ärzten Fehler passieren. Doch darüber spricht aus Angst kaum jemand. Ein Arzt bricht im HörPunkt «Tatort Praxis» dieses Tabu.

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