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Körper & Geist Neue Motorik-Tests für kleine Kinder

Jedes Kind entwickelt sich in seinem Tempo. Dennoch: Kriterien für eine normale motorische Entwicklung sind wichtig, um Störungen frühzeitig zu erkennen. Dank Zürcher Forscher gibt es dazu jetzt neue Daten.

Legende: Audio Motorik-Tests bei Kleinkindern abspielen. Laufzeit 3:22 Minuten.
3:22 min

Die Entwicklung kleiner Kinder einzuschätzen ist nicht einfach. Während das eine auf dem Spielplatz schon die höchsten Klettergerüste bezwingt, dafür aber noch wenig spricht, krabbelt das andere noch auf allen Vieren die Treppe hoch, plappert aber wie ein Buch. Zumindest was eine Einschätzung der motorischen Entwicklung von Kindern unter fünf Jahren anbelangt, sind Forscher des Kinderspitals und der Universität Zürich und Lausanne nun einen Schritt weiter.

Dazu haben die Neurophysiologin Tanja Kakebeeke und der Entwicklungspädiater Oskar Jenni vom Kinderspital Zürich das Instrument «Zürcher Neuromotorik, Link öffnet in einem neuen Fenster» erweitert, das der Kinderarzt Remo Largo und sein Team 2001 erstellten. Es galt jedoch nur für Kinder und Jugendliche zwischen fünf und 18 Jahren.

Die neuen Tests stufen nun auch die Motorik und Feinmotorik von Drei- bis Fünfjährigen ein. Dazu gehören Übungen wie Treppen steigen, rennen, hüpfen oder balancieren. Als Richtlinie dienen dabei Normdaten, die sich einerseits aus dem Anteil der Kinder ergaben, die eine Aufgabe erfüllen konnten – egal, wie gut. Dann wurde andererseits in einer Skala von eins bis fünf erfasst, wie gut Kinder die Aufgabe bewältigten. So zeigte sich beispielsweise, dass 40 Prozent der Dreijährigen kurz auf einem Bein stehen können. Mit fünf waren alle dazu in der Lage.

1 Kommentar

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  • Kommentar von Alois Moosbart, Schweiz
    Man versteht das schon. Kinder mit ADHS muss man nun schon als halb Baby auf die Schliche kommen, bis der Bundesrat neue Hürden zur verschreibung aussprechen muss. Pediater leben auch nur in ihrer kleinen Welt der Erwachsenen. Das man so was hört ist auch nicht wunderlich. Jedes Kind entwickelt sich anders. Vor allem aus Multikulti Städten klingen solche feststellungen geradezu hoffnungsvoll für den Zürcher Studienplatz. Wie die Finnen sagen, jedes Kind auf seine weise.
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