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Wirkungsvolles Rauchverbot
Aus Puls vom 31.03.2014.
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Körper & Geist Rauchverbote senken Zahl der Herzinfarkte

Studien beweisen: Das Rauchverbot in öffentlichen Räumen zeigt auch in der Schweiz Wirkung. Die Anzahl Herzinfarkte nimmt ab.

Rauchverbote im öffentlichen Raum senken die Zahl der Herzinfarkte. Das zeigt nicht nur die 2010 und 2011 veröffentlichten, auf den Kanton Graubünden fokussierten Studien des Bündner Herzspezialisten Piero Bonetti. Auch eine am 2013er Kongress der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie (ESC) in Amsterdam vorgestellte nationale Erhebung von Medizinern des Ospedale San Giovanni in Bellinzona kommt zum selben Schluss.

So gab es im Kanton Tessin nach dem Rauchverbot von 2007 ein Fünftel weniger Herzinfarkte eines Typs, der besonders lebensgefährlich ist. In Basel-Stadt, wo es zu jener Zeit kein Rauchverbot gab, blieb die Zahl der Fälle konstant. Die Mediziner führen die Abnahme vor allem auf den Schutz von Nichtrauchern vor dem Passivrauchen zurück.

Ein Fünftel weniger Infarktpatienten

Die Tessiner Ärzte hatten die durchschnittliche Anzahl der jährlichen Spitalaufnahmen wegen einer besonders gefährlichen Form des Herzinfarktes (STEMI) drei Jahre vor und drei Jahre nach der Einführung des Rauchverbots erhoben. Diese verglichen sie mit den entsprechenden Herzinfarktzahlen aus dem Kanton Basel-Stadt.

Das Ergebnis: Im Tessin sind in den drei Jahren nach der Einführung des Rauchverbots gut ein Fünftel weniger Patienten mit dieser Art von Infarkt ins Spital eingeliefert worden. In Basel-Stadt hingegen zeigte sich kein vergleichbarer Effekt.

«Der Rauchstopp senkte das Vorkommen von STEMIs in der Tessiner Bevölkerung deutlich und langfristig», hält Studienleiterin Alessandra Porretta fest. Der Nutzen sei für Frauen über 65 Jahre am grössten gewesen. Gesetze, die den Tabakkonsum und das Passivrauchen reduzierten, seien somit äusserst empfehlenswert.

Weniger Infarkte bei Nichtrauchern

Die Resultate stimmen mit vergleichbaren Resultaten aus anderen Ländern überein. In Bremen gingen die STEMIs nach Einführung der Nichtrauchergesetze in den Jahren 2008 bis 2010 um 26 Prozent zurück – und zwar bei Nicht- oder eben Passivrauchern, wie die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie mitteilte. Bei Rauchern sank die Rate um vier Prozent und in der Gesamtgruppe um 16 Prozent.

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8 Kommentare

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  • Kommentar von Nicola Harrison , Nussbaumen
    Das Rauchen ist ein Faktor - es ist das Gesamte; diet and life-style choices http://www.youtube.com/watch?v=JnDrjY2EgnQ
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  • Kommentar von Franz NANNI , Nelspruit SA
    Na die Infarktrate und Krankenkosten sinken, wenigstens vorerst und der AHV Bezug steigt... wenigstens bis die Wenigerraucher an etwas anderem gestorben sind und ihre Krankenkosten spaeter sogar noch erhoeht, realisiert haben (Krebs zB) Die Balance wird sich in etwa gleich bleiben oder eher hoeher ausfallen bezueglich Kosten.
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    1. Antwort von Nicola Harrison , Nussbaumen
      Nein - Kosten in die Prävention währe die wohl ehrlichste Antwort - Krebs ist die ÜBERSÄURUNG - genau wie der Klimawandel...alles hausgemacht und vermeidbar.
  • Kommentar von Walter Starnberger , Therwil
    Gut so, jetzt muss man nur noch Dieselfahrzeuge ohne funktionierenden Russpartikelfilter verbieten, dann lässt sich diese Zahl nochmals drastisch senken, vor allem in den Städten. Und dann muss sich die Gesellschaft dem Pflegenotstand widmen. Da die Leute ein immer höheres Alter erreichen kommen sie mittlerweile auch in den Genuss von Krankheiten die man früher kaum kannte. Und die Pflege muss immer noch privat finanziert werden, da existiert immer noch eine Zwei-Klassen-Gesellschaft.
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