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Lifestyle Auf der Suche nach dem strahlenden Lächeln

«Nichts macht so jung wie schöne Zähne», meint Ines de la Fressange, ein 54-jähriges französisches Model. Die neuen Methoden scheinen für die Zähne unbedenklich zu sein – fürs Zahnfleisch jedoch nicht.

Legende: Audio Zähne bleichen – Bleaching abspielen. Laufzeit 20:36 Minuten.
20:36 min, aus Ratgeber vom 30.12.2013.

Dass unsere Zähne mit der Zeit ihr strahlendes Weiss verlieren, ist normal: Mit den Jahren nimmt der Zahnschmelz ab und die dunkleren, inneren Zahnschichten (das Dentin = Zahnbein) scheinen durch. Das Gewebe, das den inneren Teil der Zahnsubstanz darstellt, lässt die Zähne gelb erscheinen. Ausserdem setzen Kaffee, Schwarztee oder Nikotin dem Weiss der Zähne zu. Damit wollen sich viele aber nicht abfinden – und hellen ihre Zähne optisch auf.

«Bleachen» bleicht

Das Bleichen von Zähnen dient dazu, die Zahnfarbe einzelner Zähne oder einer ganzen Zahnreihe aufzuhellen. Bleaching ist ein rein kosmetisches Verfahren, das auf einer lokalen Anwendung von Wasserstoffperoxid, Carbamidperoxid oder Natriumperborat beruht. Diese oxidieren in den Zahn eingelagerte Farbpigmente. Die Farbpigmente werden aufgespalten und in Kohlenstoff und Wasser umgewandelt.

Alle Bleaching-Produkte, die frei erhältlich sind, enthalten nur einen geringen Wasserstoffperoxidgehalt. Von Gesetzes wegen dürfen in der Europäischen Union nur Zahnbleichmittel mit einem Gehalt bis zu 0,1 Prozent Wasserstoffperoxid vertrieben werden. Das dient der Sicherheit.

Vor dem Bleaching

Bevor überhaupt ein Bleichen der Zähne in Angriff genommen wird, sollte sichergestellt werden, dass auf den Zähnen keine oberflächlichen Verfärbungen, Zahnstein und Plaque vorhanden sind. Dazu verhilft eine Zahnreinigung bei einer Dentalhygienikerin.

Verschiedene Wege – ein Ziel

Legende: Video Der Zahn der Zeit nagt am Gebiss abspielen. Laufzeit 04:05 Minuten.
Aus Puls vom 06.02.2012.

Es gibt verschiedene Methoden, sich die Zähne bleichen zu lassen. Die beste ist laut Adrian Lussi, geschäftsführender Direktor der zahnmedizinischen Kliniken der Uni Bern, das sogenannte «Home-Bleaching». Dabei fertigt der Zahnarzt eine passgenaue Kunststoffschiene an, die, mit Bleichgel gefüllt, über mehrere Tage hinweg je zwei Stunden lang zu Hause getragen wird. Dank der eigens für den Patienten gefertigten Schiene ist das Bleachen auf diese Weise für das Zahnfleisch unbedenklich.

Beim «Office-Bleaching» trägt der Fachmann in der Zahnarztpraxis hochkonzentriertes Bleichmittel auf die Zähne auf. Beim «Power-Bleaching» arbeitet der Zahnarzt zusätzlich mit Licht.

Wissenswertes für Bleaching-Interessierte

  • Nicht auf eigene Faust bleichen bei freiliegenden Zahnhälsen, Karies, Zahnfüllungen und Zahnkronen, Zahnfleischentzündung.
  • Zahnfüllungen und Zahnkronen lassen sich nicht bleichen
  • Schneeweisse Zähne wirken unnatürlich, die Zahnfarbe sollte höchstens um zwei bis drei Farbstufen aufgehellt werden
  • Die mit dem Bleichen erzielte Aufhellung ist umkehrbar, das heisst, der Zahn wird im Laufe der Zeit wieder dunkler
  • Gelblich-bräunliche Altersverfärbungen reagieren meist gut auf Bleichanwendungen
  • Bläulich-schwärzliche Verfärbungen sind oft sehr hartnäckig

Bleaching hat auch Nebenwirkungen: Überempfindliche Zahnhälse auf Kälte und Wärme, auf Süsses und Saures sind wohl die häufigsten Nebenwirkungen nach dem Zahnbleichen. Wahrscheinlich ist diese Überempfindlichkeit auf eine Austrocknung des Zahnschmelzes beziehungsweise des Dentins zurückzuführen. Mit geeigneten, unempfindlich machenden Zahnpasten klingen diese Überempfindlichkeiten in der Regel jedoch bald wieder ab.

Zahnfleisch-Irritationen treten vor allem in Form von Verätzungen auf. Diese Veränderungen sind jedoch umkehrbar und klingen ebenfalls meist innerhalb weniger Tage ab.

Eine bleibende Schädigung von Zahnschmelz, Dentin, Pulpa oder Zahnfleisch durch Bleichen wurde bis jetzt nicht beobachtet. Neuere rasterelektronische Untersuchungen zeigen jedoch Veränderungen an der Schmelzoberfläche, welche auch längere Zeit nach der Zahnbleichung nicht verschwanden. Inwiefern diese negative Auswirkungen auf den Zahn haben, ist (noch) nicht abschliessend geklärt.

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