Der Grill lockt auch im Winter

Das Grillieren in der kalten Jahreszeit hat seinen besonderen Reiz – und auch seine Tücken. Wer die Tipps von «Grill-Ueli» beachtet, ist auf der sicheren Seite.

Ein Grill mit brennenden Holzscheiten steht in einem Wald im Schnee. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Beim Grillieren im Schnee genügend Brennmaterial mitnehmen und unbedingt auf den sicheren Stand des Grills achten. Colourbox

Grillieren im Winter findet immer mehr Freunde. Das hat ganz praktische Gründe: «Zum einen schmeckt Fleisch und Fisch vom Grill einfach anders als aus dem Ofen», weiss Swiss-Barbeque-Champion «Grill-Ueli». Und zum anderen habe der draussen stehende Grill den Vorteil, dass es im Haus nicht zu den sonst üblichen Immissionen beim Zubereiten von Fleisch oder Fisch komme. Schliesslich spreche auch die einfache Reinigung des Grills für den Schritt nach draussen.

Auch die tiefen Aussentemperaturen haben ihre Vorteile: «Normalerweise schwitze ich im Sommer bei 30 Grad schon vor dem Anfeuern wie ein Bär», sagt «Grill-Ueli». Da sei es im Winter doch viel angenehmer. Anders als im Sommer trägt man dafür mehr Kleider, die sich nicht alle einfach in der Waschmaschine vom typischen Geruch eines BBQ befreien lassen. Gerade um einen Holzkohle-Grill herum empfiehlt sich deshalb die Verwendung einer robusten alten Windjacke als «Grilljacke», der auch der Funkenflug nicht allzu viel anhaben sollte.

Besondere Beachtung sollte man auch dem Standort des Grills schenken: Einfach in den Schnee gerammt, steht er zwar zunächst sicher. Bringt die enorme Abstrahlung des Holz- oder Gasfeuers den Schnee aber erst mal zum Schmelzen, kann der Grill im dümmsten Fall kippen – mit potenziell üblen Folgen.

Kaltes Fleisch muss länger auf den Grill

Anders als im Sommer gestaltet sich auch der Umgang mit dem Grillgut. «Wenn das es nicht direkt aus der warmen Küche auf den Grill vor dem Haus kommt, sollte man das Fleisch in einer Isolierbox mitnehmen und es auch dort drin lassen», empfiehlt «Grill-Ueli». Denn wenn es zu lange an der frischen Luft liegt, könnte es je nach Temperatur schon fast gefroren sein.

So oder so dauert es im Winter länger als im Sommer, bis das Grillgut seine optimale Temperatur erreicht. «Für einen Braten brauche ich rund acht Minuten länger», weiss der Grill-Champion aus Erfahrung. Entsprechend mehr Brennmaterial wird benötigt, also auf eine volle Gasflasche achten resp. mehr Holz oder Kohle mitnehmen.

Und da auch wir Menschen bei tiefen Temperaturen mehr Kalorien verbrennen als im Sommer, darf auf den Grill durchaus etwas Währschafteres mit mehr Fett dran. «Grill-Uelis» Empfehlung: Wieso nicht ein durchzogener Schweinshalsbraten?