Mit Basenfasten den Körper «entsäuern»

Die Theorie dahinter: Getreide und eiweissreiche Lebensmittel lassen im Körper Säuren entstehen. Mit Obst, Gemüse und dem Verzicht auf tierisches Eiweiss wird das Säure-Basen-Gleichgewicht wieder hergestellt.

Rosinen in verschiedenen Farben. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Rosinen haben einen rekordverdächtigen PRAL-Wert von -21.0 und dürfen während einer Basendiät ungeniert genossen werden. imago

Beim Basenfasten isst man eine Woche lang nur «basische» Lebensmittel. Anders als man spontan annehmen möchte, bezieht sich dies nicht in erster Linie auf den Geschmack im Mund und ist deshalb auch nicht gleichbedeutend mit Verzicht auf Zitrone, Orange oder Grapefruit – im Gegenteil. Entscheidend ist, ob ein Lebensmittel im Körper einen basischen oder säuernden Effekt hat. Und da gemäss dieser Ernährungslehre die sauer schmeckende Zitrone im Körper eine basische Reaktion auslöst, zählt sie bei einer Basendiät zu den zugelassenen Lebensmitteln.

Über die Einstufung jedes Lebensmittels entscheidet der PRAL-Wert. PRAL steht für «Potentail Renal Acid Load», also für die potenzielle Säurebelastung der Niere. Milchprodukte, Fleisch und Stärkelieferanten wie Brot oder Teigwaren haben einen sauren PRAL-Wert und sind deshalb beim Basenfasten tabu – Kartoffeln enthalten zwar auch Stärke, sind aber trotzdem zugelassen.

Basenfasten ist eine ziemlich einseitige Ernährung, die bei mehr als einer Woche Dauer deutliche Züge einer Mangelernährung trägt. Übertreiben sollte man es damit also nicht. Die Anhänger des Basenfastens empfehlen übrigens während des Fastens Massagen und einfache Atemübungen: tiefes, bewusstes Ein- und Ausatmen.