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Lifestyle Quinoa – Das Korn der Mutter Erde

Quinoa liegt im Trend. Was wir da essen ist nicht etwa ein Getreide, sondern die Samen der Quinoa-Pflanze. Und die sind extrem gesund.

Legende: Audio Quinoa abspielen. Laufzeit 03:24 Minuten.
03:24 min, aus 100 Sekunden Wissen vom 01.05.2015.

Quinoa liegt im Trend – und vereint grosse Hoffnungen: Es ist eisenreich, fettarm, glutenfrei, enthält alle neun essentiellen Aminosäuren und jede Menge Pflanzenfasern. Dazu ist es einer der besten pflanzlichen Eiweisslieferanten der Welt.

Dazu ist es einfach zuzubereiten: abbrausen, kochen, kurz ruhen lassen, fertig. Quinoa ähnelt optisch dem Couscous, ist aber kein Getreide. Die kleinen Körnchen sind vielmehr die Samen der zu den Fuchsschwanzgewächsen zählenden Quinoa-Pflanze – wie beispielsweise auch Amaranth. Quinoa wächst in Südamerika, vor allem in Bolivien und Peru. Schon seit 6000 Jahren sollen die Andenbewohner das sogenannte Inka-Korn zu sich nehmen. Mittlerweile ist es weltweit im Gespräch.

Samen der Hoffnung

UN-Generalsekretär Ban Ki-moon hat das Jahr 2013 sogar zum Quinoa-Jahr ausgerufen und verbindet grosse Hoffnungen mit dem «Korn der Mutter Erde» – so die grobe Übersetzung für Quinoa. Es könnte helfen, das Ernährungsproblem der Welt zu lösen. Denn die Pflanze ist anspruchslos und braucht wenig Wasser.

Wie viele andere Nahrungsmittel hat aber auch Quinoa einen Nachteil: Der Boom führt in der Landwirtschaft Südamerikas zu Bodenerosion und vermehrtem Schädlingsbefall. Zum anderen exportiert beispielsweise Bolivien seit Quinoa in der westlichen Welt so beliebt geworden ist fast ihre ganze Ernte in den Westen – dabei ist Quinoa das Hauptnahrungsmittel der Andenbewohner. Das führt zum üblichen Teufelskreis: Durch den Export steigen die Preise. Seit 2006 ist es dreimal so teuer geworden. Das Resultat: Die Bauern aus den Anden können sich Quinoa nicht mehr leisten – Fastfood kostet sie weniger. Mangelernährung ist die Folge. Derweil könnte man Quinoa auch in anderen Regionen der Erde anbauen. Voraussetzung: Die Umgebung muss bergig sein. Also eigentlich perfekt für die Schweiz.

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