Rüebli – Gut fürs Sehen und fürs Aussehen?

Einen gesunden, rosigen Teint soll erhalten, wer häufig Karotten isst. Das darin enthaltene Karotin soll sich zudem positiv auf die Sehschärfe auswirken. Allerdings reicht es dafür nicht aus, Karotten pur zu essen.

Junge beisst in die Karottennase eines Schneemanns Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Rüebli sind gesund und schmackhaft – und finden im Winter nicht nur in der Küche Verwendung. imago

Als Rohkost, gekochtes Gemüse, im Salat: Rüebli sind beliebt. Allen voran das darin enthaltene Vitamin A – so zumindest der Volksglaube.

Doch das Vitamin A ist gar nicht enthalten in den Karotten, dafür aber dessen Vorstufe, das Betakarotin, das auch für die typische Farbe sorgt – wie übrigens auch in anderem orange-rotem Obst und Gemüse wie Mango, Aprikosen, Tomaten oder Peperoni und sogar im zugegebenermassen wenig orangen Spinat.

Dass Obst und Gemüse nur Betakarotin und nicht bereits Vitamin A enthalten, ist ein klarer Vorteil: Der Körper kann so genau so viel Betakarotin zu Vitamin A umwandeln, wie er gerade zum Beispiel für die Haut oder die Augen benötigt.

Alte Sorten von grosser Bedeutung

6:15 min, aus Einstein vom 3.11.2011

Denn zu viel Vitamin A könnte – im Gegensatz zum Betakarotin – im Körper ernsthaften Schaden anrichten. Sogar Organschäden sind möglich.

Um allerdings Betakarotin in Vitamin A umzuwandeln, braucht der Körper gleichzeitig Fett – wie viel, ist nicht klar. Insofern ist das gute Öl im Rüeblisalat, der Schuss Öl im frisch gepressten Saft oder das Stück Butter im gedünsteten Gemüse eine ernährungsphysiologisch gute Sache.

Reines Vitamin A übrigens liefern Leber, Meeresfische und Milchprodukte.