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Lifestyle Was wir nicht kennen, essen wir (noch) nicht

Rösti, Spaghetti, Sushi: Die Küche wird immer bunter. Wieso sollten sich also nicht in einigen Jahren Insekten und Algen dazu gesellen.

Legende: Audio Was wir nicht kennen, essen wir nicht. Oder doch? abspielen. Laufzeit 04:57 Minuten.
04:57 min, aus A point vom 02.01.2014.

Roher Fisch? Für viele noch vor wenigen Jahrzehnten eine abwegige Vorstellung. Heute weiss jedes Kind, dass er in feinen Sushi steckt. Die Einstellung gegenüber bestimmten Lebensmitteln ist also nicht in Stein gemeisselt, sondern passt sich den gesellschaftlichen Veränderungen an. «Je weniger Platz wir zur Verfügung haben und je knapper die Nahrungsmittel werden, desto eher müssen wir auf andere Lebensmittelquellen umsteigen», sagt Kulinarik-Experte Patrick Zbinden. «Gut möglich, dass wir in naher Zukunft Insekten, Algen und Gräser essen werden.»

Vielleicht braucht es noch einige Zeit, bis man sich beim Anblick von Heuschrecken oder Maden auf dem Teller nicht mehr gruselt. Andere Verarbeitungsformen könnten den Einstieg in diese neue Nahrungsquelle jedoch erleichtern. Pürierte Heuschrecken über der Pasta könnten so eine Möglichkeit sein, meint Patrick Zbinden. Über die Jahre hinweg wird der Umgang mit solchen neuen Lebensmitteln dann immer natürlicher und alltäglicher – genauso, wie beispielsweise mit blauen Lebensmitteln. Über Jahrzehnte haben Kinder bei Tests blaue Lebensmittel abgelehnt, vermutlich, weil diese Farbe bei Essbaren aus der Natur nicht vorkommt. Bis die blauen Schokoladekügelchen mit den zwei kleinen «m» darauf auch in blau zu kaufen waren.

Der Spass am Gruseln

Dafür gibt es zwei mögliche Erklärungsansätze: Entweder hat sich unser Essverhalten weit von der Natur entfremdet oder der Reiz von ekligen und fremden Nahrungsmitteln weckt die Neugier aus, solche Lebensmittel zu probieren. Man darf also gespannt sein, was die kulinarische Zukunft bringt.

5 Kommentare

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  • Kommentar von Marianne Roe, Gwatt
    Mir kommt auf jeden Fall keine Wanze über die Küchenschwelle!!! Das ist doch eine völlig absurde Idee. Wie gut muss es uns denn gehen, damit wir uns mit einem "Kick" schon beim Gedanken daran das Essen verderben. Anders wäre es, wenn man daraus Futtermehl herstellen würde. Das wäre doch ein Nischenprodukt. Wir haben doch genügend Miststöcke in der Schweiz, da wimmelt es von solchen Krabbeleien.
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  • Kommentar von Bernd B., Basel
    Weiss jemand wo man (frittierte) Insekten in der Schweiz kaufen kann? Ich möchte diese gerne ausprobieren, kann mir aber eine Reise nach Asien nicht leisten. In der Migros gibt es blaue Pommes Chips.
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  • Kommentar von Biene, Emmental
    Das ist alles gut und recht, aber bei uns überlassen wir doch die Insekten den Vögeln und anderen Tieren, die diese fressen, denn wir selber haben ja genug Nahrungsmittel hier, ohne dass wir Insekten essen müssen. Wenn die Insekten importiert werden, dann sind diese ja jemandem weggenommen, der diese zum überleben braucht.
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    1. Antwort von Stefan Lanz, Ehrendingen
      … und das stört sie nur bei den Insekten? Bei den Spargeln aus Peru, dem Tofu (Soja) aus Brasilien, etc nicht?
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