Besser kein Plan B

Auf das Jahresende hin drängen sie sich wieder auf, die Pläne und Ziele fürs kommende Jahr - und mit ihnen auch so mancher Plan B. Das ist aber offenbar nicht sehr sinnvoll.

Ein Mann hält einen Schirm mit der Aufschrift: Plan B bitte. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Wer einen Plan B hat, steht nicht allein im Regen – so die Annahme. imago

Ein Plan B kann vom eigentlichen Ziel ablenken, wenn zu viel Energie in die Ausarbeitung von Alternativplänen gesteckt wird. Das zeigt ein Modell, das Psychologen der Uni Zürich entwickelt haben.

Für viele Pläne, etwa den Traumjob zu finden, ist selten klar, ob sie auch wirklich klappen. Unerwartete Hindernisse können auftreten und dem Ziel zuwiderlaufen. Psychologen der Uni Zürich wollten deshalb wissen, ob es tatsächlich klug ist, Zeit und Energie in einen Plan B zu stecken oder ob man sich besser ganz auf Plan A konzentrieren sollte.

Mitunter könne ein Plan B das Selbstvertrauen steigern, sagt Alexandra Freund, Mitautorin und Inhaberin des Lehrstuhls für Entwicklungspsychologie an der Uni Zürich. Doch häufig lenke er auch ab oder führe dazu, «dass wir uns nicht mehr so viel Mühe mit Plan A geben» und der Plan B zur «selbsterfüllenden Prophezeihung» werde. Wer viel in die Ausarbeitung von Alternativplänen investiere, nutze dann häufig auch diese besonders gut entwickelten Pläne – zu Ungunsten des Plan A.