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Psyche Diskretes Leiden Essstörung

Essstörungen in all ihren Ausprägungen betreffen nicht nur Teenager, sie begleiten hierzulande auch eine enorme Zahl Erwachsener Tag für Tag. Magersucht, Bulimie, Orthorexie, Diätfalle... Der «Doppelpunkt» von Radio SRF 1 lässt Experten und Betroffene zu Wort kommen.

Eine einsame Tomate auf einem Teller, darüber Messer und Gabel in den Händen einer Frau.
Legende: Dreht sich alles nur noch um die «richtige» Ernährung, sollte dies als Warnzeichen verstanden werden. Colourbox

Wer Essstörung sagt, denkt an untergewichtige Jugendliche, die spindeldürren Models nacheifern. Tatsächlich haben aber auch immer mehr Erwachsene ein ungesundes Verhältnis zu ihrer Ernährung.

Gemäss einer Erhebung der Universität Zürich im Auftrag des Bundesamts für Gesundheit BAG leiden hierzulande 3,5 Prozent der Bevölkerung an Essstörungen – Experten gehen von einer immensen Dunkelziffer aus und schätzen, dass es sogar 20 bis 25 Prozent aller Männer und Frauen in der Schweiz sind.

Das Problem: Essstörungen werden von Betroffenen oft geschickt kaschiert und sind nicht zuletzt auch eine Konsequenz aktueller gesellschaftlicher Ideale. Ein Firmenbesitzer mit demonstrativ zur Schau gestelltem Schmerbauch und Doppelkinn? Was in den 1950-ern noch ein erstrebenswertes Zeichen von Wohlstand und Erfolg war, ist heute undenkbar. Wer heute Karriere machen will, ist fit und sportlich, hart im Nehmen und erwähnt beiläufig, an welchem Marathon er demnächst teilnimmt.

Essstörungen können sich vielfältig äussern: Anorexie, Bulimie, Orthorexie, Binge Eating... Ob man immer weniger isst, oder immer mehr in sich hineinstopft, ob man seinen Speiseplan aufgrund eingebildeter Unverträglichkeiten grundlos einschränkt oder mit fanatischem Eifer Sport treibt – hinter den abstrakten Fachbegriffen stehen Menschen, die sich selber nicht genügen und oft genug auch Grenzgänger zwischen verschiedenen Störungen sind.

Was treibt Menschen dazu, immer mehr abzunehmen? Wieso halten sich manche unerbittlich fit, während andere nichts essen können, ohne es gleich wieder von sich zu geben? Wie hilft eine Körperwahrnehmungstherapie und was sind die Gefahren der Diätspirale? Was können Partner und Angehörigen tun? Im «Doppelpunkt» von Radio SRF 1 kommen Experten und Betroffene zu Wort.

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