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Psyche Tanorexie – Die Sucht nach Bräune

In der Sonne braten ist ungesund – das ist bekannt. Doch die warnende innere Stimme verstummt, wenn das Bräunen zur Sucht wird.

Eine gebräunte Frau liegt auf der Sonnenbank.
Legende: Riskante Sucht: Vorzeitige Hautalterung oder gar Hautkrebs können die körperlichen Folgen des Bräunungswahns sein. imago

Tanorexie – das ist ein aus dem Englischen «to tan» (für: sich bräunen) und der Anorexie zusammengesetzter Begriff aus der Psychiatrie. Tatsächlich ähnelt der Zwang zur Bräune der Magersucht: Während sich eine auf 40 Kilo heruntergehungerte Magersüchtige im Spiegel immer noch als zu dick wahrnimmt, finden sich Tanorektiker auch mit dunkelbraun gebratener Haut noch als zu blass.

Es ist möglich, dass Endorphine den Bräunungswahn auslösen – also paradoxerweise Glückshormone. Sie werden stärker ausgeschüttet, wenn die Haut mit UV-Strahlen in Kontakt kommt. Wenn die positiven Gefühle nachlassen, gibt es den nächsten Kick beim Sonnenbad oder im Solarium. Manche Betroffene müssen sich irgendwann täglich bräunen – wenn nicht, zeigen sie Entzugssymptome, sind unruhig, gereizt, niedergeschlagen. Dann brauchen Anorektiker professionelle Hilfe, um sich in ihrer Haut wieder wohl zu fühlen.

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