«Rigide Diätformen führen weniger zum Ziel»

Nicht jede Diät hält, was sie verspricht. «Puls»-Moderatorin Corinne Waldmeier klärt mit Philippe Beissner, Übergewichtsspezialist und Leiter vom Diabetes- und Adipositas Zentrum Zürich, wann die Gewichtsabnahme funktioniert.

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Warum manche Diäten scheitern müssen

6:30 min, vom 25.2.2013

Abnehmen ist schwer. Alle, die mit zu viel Pfunden auf den Rippen kämpfen, können ein Lied davon singen. Die vielen Diäten, die auf dem Markt sind, malen jedoch ein anderes Bild und versprechen: Rank und schlank sein, das kann jeder schaffen.

Ob dem wirklich so ist, beobachtete «Puls» an fünf motivierten Abspeckwilligen. Vor über einem Jahr starteten sie das Experiment – jeder auf seine Weise: mit WeightWatchers, Metabolic Balance (Diät nach Laborwerten), einer einwöchigen Fastenkur, einer Formula- und einer Trennkost-Diät.

  • Am effizientesten war das begleitende Programm WeightWatchers. Teilnehmer lernen, Lebensmittel hinsichtlich ihres Kaloriengehalts einzustufen. Einmal verinnerlicht, schlägt sich das auch auf die Gewichtsentwicklung nieder: Larissa, die Teilnehmerin, die sich für diese Methode entschieden hatte, verlor nicht nur am meisten Gewicht (fast zehn Kilo), sondern hält es bislang auch gut.
  • Weniger positiv verlief die Gewichtskurve von Dominic. Er setzte auf Metabolic Balance, eine Diät nach Laborwerten – und hatte bald genug: Auf der Liste der für ihn verbotenen Lebensmittel standen zu viele, auf die er auf Dauer ungern verzichten wollte. Zudem belastete die neue Ernährungsweise seinen Geldbeutel. Nachdem er in kurzer Zeit fast fünf Kilo verloren hatte, legte er in den kommenden Monaten wieder zu und befindet sich ein Jahr später wieder genau auf seinem Ausgangswert.
  • Die schlanke Larissa versuchte sich an vegetarischer Trennkost – der Bikinifigur zuliebe. Innerhalb von zwei Monaten verlor sie über fünf Kilo und hält ihr Gewicht seitdem.
  • Markus brauchte für seine Formula-Diät zwei Anläufe: Beim ersten Mal kam ihm das Urlaubs-Buffet in die Quere, beim zweiten Anlauf war er konsequenter. Ein Jahr nach dem ersten Shake liegt sein Gewicht drei Kilo unter seinem Ausgangsgewicht.
  • Die ungünstigste Kurve hat jedoch Sereina. Sie begann ihre einwöchige Fastenzeit mit etwa 62 Kilo und liegt heute sieben Kilo darüber – der kurze Effekt von minus zwei Kilo war schnell verpufft.

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