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Fit im Team So bleibt man dran am Joggen

Wer kennt sie nicht, die guten Vorsätze, die sich schon nach wenigen Wochen in Luft auflösen. Weniger Alkohol, weniger Süsses, mehr Sport. Motivationspsychologin Sonja Nüssli weiss: Wer sechs Monate am Ball bleibt, ist oft über dem Berg.

Legende: Video Motivation beim Sport abspielen. Laufzeit 04:45 Minuten.
Aus Puls vom 11.05.2015.

Eveline Schneckenburger hatte schon einmal 30 Kilo abgenommen. Doch bald waren die Kilos wieder da: «Schnell bin ich wieder in alte Essmuster gefallen. Das Weitermachen war das Problem.» Jetzt hat sie ein neues Ziel: regelmässig Joggen gehen. Doch sie weiss, auch hier wird es schwierig. Wie schafft man es, die guten Vorsätze wirklich umzusetzen und etwas zu verändern im Leben?

«Neu erlerntes Verhalten muss zur Gewohnheit werden. Die ersten sechs Monate sind die heikle Phase, in der viele aussteigen», erklärt Motivationspsychologin Sonja Nüssli. Wer sechs Monate durchhält, hat gute Chancen, dass der Sport ein fixer Bestandteil im Leben bleibt. Vorher helfen externe Motivationshilfen: Wettkämpfe, für die man sich anmeldet, Verabredungen mit Gleichgesinnten.

Vorbereitung ist alles

Wichtig sind sehr konkrete Pläne, wie man die Vorsätze in die Tat umsetzen will. «Hilfreich ist, potenzielle Hindernisse im Voraus zu erkennen und zu überlegen, was man dagegen tun kann», sagt Sonja Nüssli. Schlechtes Wetter, eine spontane Anfrage der Kollegin zum Shopping, eine wichtige Sitzung – wer sich vorher schon überlegt, was hilft, das Training nicht einfach ausfallen zu lassen, ist gewappnet.

Es ist klar: Dranbleiben am Sport braucht viel Selbstdisziplin. Das Ziel ist erst erreicht, wenn sich die Bewegung so in den Alltag integriert hat, dass man sie vermisst, wenn sie ausfällt . «Ein Erfolg ist erzielt, wenn ich merke: Das Rennen tut mir gut, ich schlafe besser, bin zufriedener mit meinem Leben», erklärt Sonja Nüssli. Wichtig sei aber auch, sich am Anfang ehrlich die Frage zu stellen, welcher Sport zu einem passt. Das sei die Grundlage für den Erfolg.

Konkrete Motivationstipps

  • Das neue Verhalten, zum Beispiel regelmässig Rennen zu gehen, realistisch bis ins Detail planen und gleichwertig zu beruflichen Terminen verbindlich in die Agenda eintragen. Aber nicht nach einem zehnstündigen Arbeitstag oder morgens früh, wer Morgenmuffel ist.
  • Die selbst definierten Ziele und Handlungsanleitungen prominent aufhängen, um sie zu verinnerlichen. Zum Beispiel: «Wenn meine Arbeitskollegen in die Kantine gehen, packe ich die Laufsachen ein, spaziere in die Garderobe und gehe 45 Minuten rennen.»
  • Sich regelmässig Belohnungen gönnen, zum Beispiel gutes Essen oder neue Kleidungsstücke.

Motivationspsychologin Sonja Nüssli ist ausgebildete Sportlehrerin und berät auch Fitnesswillige, die wissen, dass ihnen Bewegung gut täte, die aber nicht die Energie aufbringen, längerfristig am Ball zu bleiben

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