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Körper & Geist Stillen senkt das Diabetesrisiko

Stillen schützt Mütter vor Diabetes. Zu diesem Ergebnis kommt eine amerikanische Langzeitstudie. Die Forscher vermuten, dass das Stillhormon Prolaktin einen positiven Einfluss auf die Zellen der Bauchspeicheldrüse hat, und so einer späteren Diabeteserkrankung entgegenwirkt.

Legende: Video Stillen senkt Diabetesrisiko abspielen. Laufzeit 0:45 Minuten.
Aus Puls vom 29.01.2018.

Die Muttermilch enthält alles, was das Kind braucht: richtige Eiweisse, Kohlenhydrate, Spurenelemente, Mineralstoffe und Vitamine. Zudem schützt sie das Neugeborene vor bestimmten Krankheiten. Doch nicht nur Babys profitieren vom Stillen, sondern auch die Mütter. Zu diesem Ergebnis kommt eine amerikanische Langzeitstudie. Während 30 Jahren untersuchten die Forscher regelmässig 1238 Frauen, die im Verlauf der Studie mindestens ein Kind zur Welt brachten.

Dabei zeigte sich: Mütter, die ihre Babys länger als ein halbes Jahr stillten, erkrankten nur halb so häufig (47 Prozent) an Diabetes, wie Mütter, die ihre Babys mit Fertignahrung fütterten.

Prolaktin wirkt auf die Bauchspeicheldrüse

Wurde das Kind bis zu sechs Monaten gestillt, war das Risiko an Diabetes zu erkranken immerhin noch um ein Viertel reduziert, erklärt Erica Gunderson vom US-Versicherer Kaiser Permanente in der Fachzeitschrift «Jama Internal Medicine».

Beim Stillen wird das Hormon Prolaktin ausgeschüttet. Die Forscher vermuten, dass das Stillhormon einen positiven Einfluss auf die Zellen der Bauchspeicheldrüse hat, und so einer späteren Diabeteserkrankung entgegenwirkt.

Auch das Brustkrebsrisiko sinkt

Ebenfalls wurden andere Faktoren wie Ernährung oder Bewegung in die Analyse einbezogen. Dank dieser Auswertung konnte klar gezeigt werden, dass das Stillen einen signifikanten Einfluss auf das spätere Diabetesrisiko hat.

Frühere Studien hatten bereits gezeigt, dass Stillen bei Müttern das spätere Risiko für Tumore in Brust oder Eierstöcken senkt. Babys, die gestillt werden, profitieren insbesondere von einem geringeren Risiko, später an Allergien zu erkranken.

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