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Porträtaufnahmen der Experten
Legende: Dr. Daniela Lengsfeld, Franziska Maurer und Dr. Christina Schlatter. SRF
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Schwangerschaft und Geburt «Was geschah mit unserem totgeborenen Kind?»

Daniela Lengsfeld, Franziska Maurer und Christina Schlatter haben Ihre Fragen im «Puls»-Chat beantwortet.

Fachpersonen im «Puls»-Chat

Dr. Daniela Lengsfeld
Gynäkologin und Vorstandsmitglied der Fachstelle kindsverlust.ch
Praxis Lengsfeld, Link öffnet in einem neuen Fenster

Franziska Maurer
Hebamme und Dozentin
franziskamaurer.ch, Link öffnet in einem neuen Fenster

Dr. Christina Schlatter
Gynäkologin
frauenpraxis55, Link öffnet in einem neuen Fenster

Chatprotokoll

Liebes Experten-Team. Ich habe bereits eine Tochter (bald 4) und hatte leider in den vergangenen 2 Jahren 4 Aborte, jeweils in der 6.-8.Ssw. Wir haben medizinisch alles abgeklärt (KiWu Praxis) und wir sind laut der KiWu- Ärztin kerngesund. Trotzdem beschäftigt mich die Frage: Kommt sowas öfter vor oder sind das rare Fälle? Und wie gross stehen aus eurer Sicht die Chancen, doch noch ein 2.Kind zu bekommen? Wir sind 28 und 29 Jahre alt. Vielen Dank und freundliche Grüsse

Daniela Lengsfeld: Leider kommt das tatsächlich öfter vor. Wir wissen zum Teil sehr wenig über die Ursachen, aber manchmal lohnt sich dennoch eine Zweitmeinung, weil gerade beim Kinderwunsch sehr unterschiedliche Erfahrungen und Herangehensweisen existieren. Das Wichtigste ist vermutlich, die Hoffnung nicht aufzugeben.

Guten Abend. Wir sind Eltern einer 6 jährigen Tochter. Bei der Geburt musste die Plazenta, nach zuerst massiver mechanischer Manipulation (Nabelschnur abgerissen), operativ entfernt werden. Seit nun 4 Jahren versuchen wir wieder schwanger zu werden. 3 x Insemination ist fehlgeschlagen. Bei unserer ersten Tochter hat alles auf anhieb funktioniert. Könnte ein Zusammenhang bestehen zwischen dieser mechanischen Manipulation und dem nicht Schwanger werden? Beste Grüsse

Christina Schlatter: Es ist zwar nicht wahrscheinlich, dass nach dieser schweren Plazentageburt ein Problem entstanden ist, ganz ausgeschlossen ist es aber nicht. In der Regel empfiehlt man in einer solchen Situation einen speziellen Ultraschall (Hydrosonografie, Hycosy) oder eine Gebärmutterspiegelung durchzuführen, um ausschliessen zu können, dass es Verwachsungen gegeben hat. Dies wird sicher die betreuende Ärztin mit Ihnen besprechen können.

Ich habe vor genau 19 Jahren mein viertes Kind Tod geboren. Ich habe leider ganz schlimme Erfahrungen gemacht.. im Spital.. noch heute verstehe ich nicht, was mir widerfahren ist. Ich machte leider auch jetzt.. mein Mann ist vor sechs Wochen nach zweijähriger Leidenszeit mit einem Hirntumor zu Hause verstorben.. ganz, ganz unverständliche Erfahrungen.. mit professionellen Palliativ Fachleuten.. Ich bin selber vom Fach.. und kann das alles umso weniger verstehen...

Franziska Maurer: Es tut mir leid, dass Sie beim Tod Ihres Kindes und jetzt auch beim Sterben Ihres Mannes belastende und verletzende Erfahrungen machen mit Fachleuten. Ich ermutige Sie, sich Unterstützung zu suchen, so dass Sie Bestärkung erhalten in der Zeit des Abschieds von Ihrem Mann und auch nochmal Gehör bekommen für all die Erfahrungen, die Sie beim Tod Ihres vierten Kindes machten. Guten Mut und alles Gute für Sie.

Guten Tag. Ich hatte bei meiner letzten Schwangerschaft eine leichte Schwangerschaftsvergiftung ab der 34. SSW. Daraufhin musste dringend eingeleitet werden in der 37. SSW. Ist die Chance wirklich höher bei einer erneuten Schwangerschaft wieder eine Schwangerschaftsvergiftung zu haben? Vielen Dank für Ihre Antwort.

Daniela Lengsfeld: Meist ist die erste Schwangerschaft die heikelste bzgl. Schwangerschaftsvergiftung. D.h., meist sinkt das Risiko in einer weiteren Schwangerschaft deutlich. Dies trifft leider nicht zu, wenn gewisse Vorerkrankungen (Gerinnungsstörungen, Nierenerkrankungen, Bluthochdruck, Zuckererkrankung bestehen.) Es lohnt sicher, mit dem betreuenden Gynäkologen/Gynäkologin das Ganze genau zu besprechen. Man kann allenfalls das Risiko nochmals deutlich senken, in dem man in der Folgeschwangerschaft Aspirin 100 ab der ca. 9 SSW bis zur ca. 34. SSW einnimmt. Ich hoffe, das hilft Ihnen weiter! Alles Gute!

Ich habe im Oktober 2019 in der 16Wuche wegen schwerer Krankheit vom Baby ein Abbruch machen müssen. Seit dem werde ich nicht mehr schwanger. Was kann ich machen, um wieder schwanger zu werden? Oder muss ich noch warten um schwanger zu werden.

Christina Schlatter: E ist sehr unwahrscheinlich, dass der Schwangerschaftsabbruch nun negative Folgen für Ihre Fruchtbarkeit hat. Es kann sehr gut sein, dass es einfach noch etwas Zeit braucht, bis es wieder klappt. Wenn Sie Bedenken haben, melden Sie sich doch bei Ihrer Ärztin und besprechen Sie mit ihr das weitere Vorgehen.

Wir hatten 1971 ein Totgeburt. Wir konnten unser totgeborenes Kind nicht sehen. Sie sagten uns nur, dass es nicht lebensfähig gewesen sei Wir konnten es auch nicht beerdigen. Wir haben uns schon oft gefragt,was mit unserem totgeborenen Kind geschah.

Franziska Maurer: Ja, leider wurden über viele Jahre totgeborene Kinder direkt nach der Geburt von ihren Eltern weggebracht, ohne dass sie sie sehen und zu sich nehmen konnten. Das wurde mit der Absicht gemacht, die Eltern zu "schonen". Man war der Ansicht, dass es besser sei, wenn sie ihr Kind nie sehen und konnte damals nicht abschätzen, dass dieses Vorgehen viel zusätzlichen Schmerz verursachte.

Liebes Expertenteam, ich bin in der 23 Schwangerschaftswoche. Seit letzter Woche leide ich unter wiederkehrenden Kopfschmerzen und seit drei Tagen unter starken Oberbauchschmerzen und Übelkeit. Kindsbewegungen sind gut zu fühlen. Sorgen mache ich mir, weil ich ein Hämatom habe welches bis zur 16 SSW mehrf. zu starken Blutungen geführt hat. Dies ist meine dritte SS, eine frühe Fehlgeburt, ein gesundes Kind und nun diese SS .Muss ich mir Sorgen machen? Was kann ich dagegen tun (Symptombek.)? Vielen Dank!

Christina Schlatter: Auf jeden Fall sollten Sie sich bei Ihrer behandelnden Ärztin melden, man sollte den Blutdruck messen und unterscheiden, ob es sich um harmlose Symptome handelt (wie zum Beispiel eine Magendarmgrippe) oder aber um eine Schwangerschaftsvergiftung. Grundsätzlich sind starke Schmerzen im rechten Oberbauch immer kontrollbedürftig. Hoffentlich kann Sie die Frauenärztin dann schnell beruhigen und Ihnen mit allgemeinen Tipps helfen (z.B. genügende Flüssigkeitszufuhr). Beste Grüsse und alles Gute!

Darf man in der 6ssw ein Wellness-Wochnende gniessen? Alle sagen wärme ist nicht gut für das Kind.

Daniela Lengsfeld: Aber natürlich. Sie merken rechtzeitig, wenn es zu warm ist, dann wird Ihnen schwindelig (das kann schon mal passieren, da in der 6. SSW noch recht viele Umstellungsvorgänge im Körper ablaufen, die einen normalen Schwangerschaftsverlauf ermöglichen und ihr Kreislauf ein bisschen mehr Mühe hat, mit höheren Temperaturen klar zu kommen). Wenn dem so ist (Ihnen schwindelig wird) - dann sollten Sie eher auf zu warmes Wasser verzichten. Wichtig: gehen Sie nicht allein in die sehr warme Umgebung- es sollte initial jemand schauen, wie es Ihnen geht.

Ich hatte im September19 in der 10ssw einen Abort.. es geht mir heute noch sehr nahe.. wir haben einen Sohn 16Monate und bin jetzt in der 8 Woche erneut schwanger und habe ganz fest Angst vor Allem. Hatte in der 6 Woche auch schon Blutungen.wie kann ich meine Angst in den Griff bekommen?

Christina Schlatter: Sie haben sicher ganz gute Chancen, dass es diesmal einfach wieder gut geht. Dennoch denke ich, dass es wichtig ist, dass Sie jemanden haben, mit dem Sie offen über Ihre Ängste sprechen können. Vielleicht hilft es Ihnen, wenn Sie regelmässig bei Ihrer Frauenärztin sind. Wenn Sie sehen, wie das Kind wächst, wächst hoffentlich auch Ihre Zuversicht. Wenn die Angst aber weiter geht, so lohnt es sich manchmal auch, mit einer Psychologin oder einer Hebamme ausführlichere Gespräche zu führen. Ich wünsche Ihnen viel Kraft und alles Gute!

Gueten Abend Ich bin 36 Jahre alt und wurde nie auf natürlichem Weg Schwanger.... aber ein grund hat man nie gefunden. Durch mehrere IVF wurde ich dann mehrmals Schwanger aber ich habe sie immer wieder verloren zwischen den 8 oder 9 Wochen. Im Nov.19 hatte ich dann noch eine Ausschabung. Was dänken sie oder an was kann das liegen?? Herzlichen dank

Daniela Lengsfeld: Das ist eine ganz schwierige Frage! Und für Sie leider extrem belastend. Ich denke, diese Frage kann man nur in einem persönlichen Gespräch klären, wenn alle Unterlagen vorliegen, was genau an Abklärungen gelaufen ist. Nur so kann man schauen, welche Möglichkeiten es gibt, Ihnen zu helfen. Wenn Sie es noch ertragen, versuchen Sie es! Alles Gute!

Meine Frau hat in der 9Ssw den Fötus verloren. Bei der ersten Kontrolle (5.Ssw), hat Sie dem Gynäkologen gesagt, dass Sie an einer Schilddrüsenunterfunktion leidet. Der Arzt ist nicht darauf eingegangen. Nun musste meine Frau zur Kontrolle, ob die Gebärmutter leer ist, dann wurde zum ersten Mal Blut genommen. Mit dem Resultat, dass es wirklich an der Schilddrüse lag. Was sollen wir nun tun. Wir sind traurig, enttäuscht und böse, alles konnte einfach mit Hormontabletten verhindert werden können.

Christina Schlatter: Es ist richtig, dass wir empfehlen, in der Schwangerschaft die Schilddrüse richtig einzustellen und oft braucht es hierfür mehr Medikamente als vorher. Aber es ist sehr unwahrscheinlich, dass allein das unterdosierte Medikament für den Abort verantwortlich ist. Frühe Fehlgeburten (Aborte vor der 12. SSW) sind sehr häufig und meistens liegt es nicht an äusseren Umständen. Ich wünsche Ihnen sehr, dass es bald wieder klappt!

Wir haben einen 15 monatigen Sohn, den ich noch 4x/24h stille. Ich bekam einmalig meine Mens und wurde dann sofort wieder schwanger mit einem Abort in der 6.SSW. Nun bin ich wieder schwanger aber die Ärztin sieht ein Hämatom neben der Fruchtblase, was sehr wahrscheinlich wieder zu einem Abort führen wird. Kann es am stillen liegen oder was könnte die Ursache sein? Schwanger werde ich ja theoretisch immer sofort.

Christina Schlatter: Wahrscheinlich liegt es nicht am Stillen, dass Sie einen Abort hatten und man jetzt wieder ein Hämatom sieht. Es ist wichtig zu wissen, dass Sie mühelos schwanger werden. Auch ein Hämatom kann sich manchmal wieder vollständig auflösen. Ich wünsche Ihnen alles Gute und hoffe, dass es klappt diesmal.

Darf man in der Frühschwangerschaft in die Sauna oder könnte ein Abort am Abend nach einem Saunatag auch daran liegen?

Daniela Lengsfeld: Ich glaube nicht, dass es mit dem Saunabesuch zusammen hängt. Die Rate an Fehlgeburten ist natürlicherweise sehr hoch, weil die Verschmelzung von Ei- und Samenzelle ein wahnsinnig komplizierter Prozess ist, bei dem eben immer wieder Probleme auftreten. Eine gesunde Schwangerschaft übersteht einen Saunabesuch ohne Probleme. Wenn Sie eine Fehlgeburt erleiden, dann haben Sie nichts falsch gemacht! Das passiert einfach! Aber es fällt uns meist sehr schwer, das zu glauben!

Liebes Experteteam. Ich habe seit der Schwangerschaft viel Durchfall am morgen. Kann das an den Elevit Rabletten sein? Ich bin jetzt in der 8 ssw. Mein Artzt meinte das sei alles i.o

Christina Schlatter: In den ersten 3 Monaten der Schwangerschaft ist die Folsäure das wichtigste Vitamin. Ich würde einmal versuchen, von Elevit auf ein Präparat zu wechseln, das nur Folsäure enthält. Elevit können Sie dann gut nehmen, wenn die Schwangerschaft weiter und der Magen-Darmtrakt etwas stabiler ist. Beste Grüsse!

Wir haben 2015 unseren 1 Sohn geboren. Leider mussten wir ihn nach knapp 4 Wochen wieder gehen lassen. Die Ärzte haben keine erklärlichen Gründe dafür gefunden. 2016 kam unsere Tochter zur Welt. Jetzt wünschen wir uns seit 1.5 Jahren ein Geschwisterchen, aber es will nicht klappen. Schwanger werden ist kein Problem, aber wir hatten bereits 4 Fehlgeburten in dieser Zeit. Genetische Abklärungen etc wurden bereits gemacht, aber es wurde nichts gefunden. Wäre alternative Medizin eine Möglichkeit?

Franziska Maurer: Es kommt tatsächlich öfters vor, dass nicht erklärbar ist, warum es zu mehreren Fehlgeburten kam. Sie waren jetzt innerhalb relativ kurzer Zeit vier Mal schwanger. Ihr Körper hat viel geleistet, sich immer wieder neu angepasst. Manchmal ist es hilfreich, dass er sich regenerieren kann. Das kann durch alternativmedizinische Methoden erfahrungsgemäss sehr gut unterstützt werden.

+++ Meine Frau hat 1973 "Bernadette" in der 32. Schwangerschaftswoche totgeboren. Wir haben die Geschichte mit dem Rabbi gelesen, der dessen Kind tödlich verunglückt war. Seine Frage ihn: Wir haben vor 7 Jahren ein Geschenk erhalten. Nun kam der Geber wieder und wollte es zurückhaben - soll ich es es geben oder nicht? Der Rabbi sagte: Ja, ein Geschenk muss man wieder zurückgeben können. So haben wir unsere Bernadette zurück in Gottes Arme gelegt. Nun haben wir einen Engel im Himmel und 3 Kinder. +++

Was sind die Gründe, dass gesunde Kinder wie in dem heutigen Beitrag in der 26 Woche oder so im Bauch sterben? Das wäre spannend zu erfahren.

Daniela Lengsfeld: Es gibt keine einfache Antwort. In ganz vielen Fällen können wir das Ganze nicht erklären- auch nicht nach der Geburt. Bekannte Ursachen sind genetische Probleme bei den Kindern, Erkrankungen der Mütter (meist unbekannte Gerinnungsstörungen), Einnistungsstörungen des Mutterkuchens (meist aufgrund mütterlicher oder Kind. Erkrankungen), Nabelschnurprobleme, Infektionen. Nach dem errechneten Geburtstermin steigt die Gefahr für Totgeburten leider an, da der Mutterkuchen nach einer bestimmten Zeit (ca. 40 Wochen) allmählich an Funktionstüchtigkeit verliert. Daher ist insbesondere bei Risikoschwangeren die Beratung bzgl. "sinnvoller" Schwangerschaftsdauer/Geburtseinleitung ein wichtiges Thema. Ich hoffe, das beantwortet Ihre Frage.

Ich hatte vor kurzem einen MA in der 8.ssw inkl. Ausschabung. Meine Trauer ist sehr gross und ich bin mit der Situation etwas überfordert. Hab ich anrecht auf eine Hebamme zur Unterstützung des Trauerprozesses? Oder welche Unterstützung gibt es? Viel höre ich, dass es ja noch sooo früh war... für mich war es MEIN Baby dass ich bereits sehr in mein Herz geschlossen habe.

Christina Schlatter: Auf jeden Fall haben Sie Recht auf eine Unterstützung in diesem Trauerprozess. Diese Schwangerschaft gehört zu Ihrer Geschichte und Sie werden sich immer daran erinnern. Suchen Sie das Gespräch mit einer Hebamme, Ihrer Frauenärztin oder einer Psychologin.

Guten Abend. Ich habe letzten Monat selber meine Tochter in der 40. SSW an einer Nabelschnurkomplikation verloren. Warum wird dieses Thema - wenn schon bekannt ist, dass es totgeschwiegen wird - denn nicht angesprochen? Weder im Geburtsvorbereitungskurs noch beim Gynäkologen war dies je ein Thema. Natürlich soll man nicht Angst schüren oder sich auf sowas konkret vorbereiten als Schwangere. Und doch wäre es Sinnvoll, Bewusstsein zu schaffen für diese gar nicht so seltene Tatsache.

Franziska Maurer: Ja, es ist tatsächlich ein Balanceakt, gut zu informieren und nicht Ängste zu schüren. Mit allen heute zur Verfügung stehenden Möglichkeiten von Kontrollieren und Überwachen geht zunehmend das Bewusstsein verloren, dass es keine absolute Sicherheit gibt. Gerade in der Hoffnung und Erwartung auf ein Kind ist es dann eine zutiefst heftige Erschütterung, wenn es so unvorhergesehen stirbt. Die Fachstelle kindsverlust.ch engagiert sich insbesondere auch deshalb, damit das Bewusstsein in der Gesellschaft wächst. Ich wünsche Ihnen gute Kräfte und hilfreichen Beistand in der noch ganz frischen Abschiedszeit von Ihrer Tochter und auf Ihrem weiteren Weg.

Guten Abend. Sind Sie Expertin in Medikamente und Ss/Stillzeit? Es geht um Psychopharmaka

Daniela Lengsfeld: Was genau möchten Sie denn wissen?

+++ Besten Dank Frau Lengsfeld. Eine sehr hilfreiche und gut erklärte Antwort. Vielen lieben Dank +++

Wenn ich Venlafaxin 450mg an einem Tag vergesse, geht es mir danach 24h ganz schlecht... Übelkeit erbrechen... Was passiert mit dem Kind bei der Geburt? Entzug? Darf ich stillen mit Lithium 660mg 2x0.5/tag?

Daniela Lengsfeld: Eine pauschale Antwort kann ich Ihnen so nicht geben, da ich nicht weiss, wie weit die Schwangerschaft ist, wie lange Sie die Medikamente schon nehmen... Bei Ihnen sollte in der Schwangerschaft der Lithiumspiegel regelmässig kontrolliert werden - was ja vermutlich auch erfolgt. Prinzipiell muss ein Kind nach Lithium in der Schwangerschaft während der Schwangerschaft und nach der Geburt gut überwacht werden. Für Venlafaxin gilt das Gleiche - zumal in der Kombination mit Lithium. Stillen ist eine Einzelfallentscheidung. In Ihrem Fall ist sicher eine gemeinsame Betreuung durch Gynäkologen/Psychiater/Kinderärzte unbedingt wünschenswert, um für Sie und ihr Baby den besten Weg zu finden. Ich wünsche Ihnen Alles Gute!

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