Bitte nicht berühren!

Die starke Bewirtschaftung der Wälder und Landwirtschaftsflächen hat den Igel gezwungen, sich ein neues Zuhause zu suchen. Gefunden hat er es längst in unseren Gärten. Doch nicht alles, was wir für den Igel tun, bekommt dem Stacheltier.

Igel im Garten.
Bildlegende: Igel sind keine Vegetarier. Deshalb sollten im keine Äpfel verfüttert werden. Keystone

Igel leben heute zum grössten Teil im Siedlungsraum. Naturbelassene Gärten und Grünanlagen in Städten und Agglomerationen werden von den putzigen Stacheltieren bewohnt. Jetzt in der Paarungszeit sind Igel viel unterwegs und nisten unter Büschen und Sträuchern. Doch lauern überall Gefahren.

Gut gemeint aber schlecht für den Igel

Wer regelmässig Besuch von einem Igel bekommt sollte folgendes beachten:

  • Nicht anfassen: Vor allem Jungtiere. Es kann sein dass die Igelmutter auf Futtersuche ist.
  • Nicht füttern: Der Igel ist ein Fleischesser und ernährt sich von Würmern, Käfern, Schnecken.
  • Ausnahme: Nur bei extremer Trockenheit oder Kälte.
  • Ein Schale Wasser hinstellen. Der Igel verträgt keine Milch!
  • Findet man den Igel auf der Strasse wird er sich zusammen rollen: Deshalb mit einer Zeitung oder einem Tuch auf die andere Strassenseite tragen.
  • Der Igel versteckt sich gerne im Garten: Bevor der Rasenmäher angelassen wird, Büsche und Sträucher kontrollieren.
  • Rasenroboter nachts nicht laufen lassen: Die programmierten Geräte könnten einen Igel schwer verletzen.
  • Lüftungs- und Kellerschächte sind Igel-Fallen: Igel können sich im Gitternetz verfangen. Deshalb eine Fliessplatte über offene Luftschächte legen, um den Igel zu schützen.

Ist man sich unsicher, kontaktiert man am besten eine Igelstation in seiner Nähe.

Moderation: Christina Lang, Redaktion: Pascale Folke