Dank dem Dampf weg vom Rauch?

Medizin

Laut einer aktuellen englischen Studie eignen sich E-Zigaretten besser als Nikotinersatzprodukte, um von der Zigarette wegzukommen. Mediziner befinden sich im Dilemma: Soll die E-Zigarette nun als Rauchersatz propagiert oder soll vor dem Einstieg gewarnt werden?

Ein Mann dampft eine E-Zigarette.
Bildlegende: Ist die E-Zigarette das kleinere Übel als die Tabakzigarette? Keystone

Die englischen Forscher teilten die Personen, die sich zu einem Rauchstopp entschieden, entweder der Gruppe «E-Zigarette» oder der Gruppe «Nikotinersatzprodukte» zu. Nach einem Jahr waren 18 Prozent der E-Zigaretten-Gruppe, jedoch nur 9,9 Prozent der Nikotinersatz-Gruppe rauchfrei.

Vom einen zum anderen Übel?

Bei E-Zigaretten wird eine nikotinhaltige Flüssigkeit erhitzt und der Dampf inhaliert. Auch dieser Dampf enthält sowohl Nikotin, wie auch andere, zum Teil kanzerogene, also krebserregende, Stoffe. Jedoch viel weniger als der Zigarettenrauch. Allerdings sind die Langzeitfolgen vom E-Zigaretten-Dampf noch weitgehend unklar.

Nicht besser, aber weniger schlimm

Natürlich muss das Ziel aus gesundheitlicher Sicht für jeden Raucher sein, ganz vom Inhalieren weg zu kommen. Da viele Raucher trotz Hilfsmittel nicht aufhören können, ist für einige Mediziner klar, dass das Dampfen das kleinere Übel ist.

Moderation: Dani Fohrler, Redaktion: Brigitte Wenger