Eine Weide für Wildbienen

Garten

Nisthilfen für Wildbienen werden häufiger besiedelt, wenn möglichst viele Blüten zur Verfügung stehen. Denn für die Ernährung eines einzigen Nachkommens benötigt eine Wildbiene im Schnitt den Blütenstaub von über 100 Blüten, den sie in 10–30 Sammelflügen in die Brutzelle bringt.

Der Löcherbiene gefällt es auf der blauen Wegwarte.
Bildlegende: Der Löcherbiene gefällt es auf der blauen Wegwarte. SRF/Silvia Meister

Je näher Brut- und Nahrungsplätze beieinander liegen, desto mehr Nachkommen gibt es.

Diese einheimischen Wildstauden verwandeln Ihren Garten und Balkon in eine attraktive Wildbienenweide:

  • Alle Arten von Glockenblumen gedeihen auch gut in Töpfen, einige Beispiele: Rundblättrige, Niedliche und Knäuel- Glockenblumen sind eher kleinere Arten, die Nesselblättrige Glockenblume ist kurzlebig und sät sich an zusprechenden Standorten gerne aus; die Acker-Glockenblume wandert gerne mit ihren Ausläufern, die Rapunzel-Glockenblume ist zweijährig, die Pfirsichblättrige Glockenblume passt gut zu Rosen.
  • Langblühende Arten sind besonders wertvoll: zum Beispiel Färberkamille, Wegwarte, Skabiose, Grossblütige Braunelle, Rinderauge. Wenn Abgeblühtes weggeschnitten wird, bilden sich neue Blüten und der Blütenflor verlängert sich zusätzlich.

Wildbienenweide:

  • Viele einheimische Blütenpflanzen an allen nur erdenklichen Standorten setzen: in Töpfe, in Blumenrabatten, im Halbschatten zur Hecke oder in den Schatten unter den Baum.

  • Dabei möglichst 4–6 Stück der gleichen Art setzen, damit sie sich vermehren und einen gesunden Bestand bilden können.

  • Darauf achten, dass die Pflanzen vom frühen Frühling bis in den späten Herbst hinein blühen, denn je nach Jahreszeit sind verschiedene Wildbienen unterwegs.

Moderation: Sandra Schiess, Redaktion: Silvia Meister