Lieber dick und fit als dünn und schlapp

Dünn sein ist das Ideal der heutigen Zeit. Aber ist es auch gesund? Klar: Übergewicht ist ein Risikofaktor für Stoffwechselprobleme, Diabetes und Herzkreislauferkrankungen. Aber dick sein, heisst nicht unbedingt krank sein.

Ein übergewichtiger Mann steht neben einem liegenden Fahrrad.
Bildlegende: Bewegung und Fitness zahlt sich aus. colourbox.com

«Übergewicht als Risikofaktor kann mit Fitness und Bewegung mehr als wettgemacht werden», sagt Hausarzt Thomas Kissling. «Darum ist es vor allem wichtig, dass ein Mensch fit ist.

Ist jemand etwas übergewichtig, hat aber keine anderen gesundheitlichen Risiken, ist der Druck abzunehmen nicht so hoch. Hat jemand weitere Risikofaktoren, würden ein paar Kilo weniger helfen.»

  • BMI: Der Body Mass Index teilt die Menschheit in untergewichtig, normalgewichtig und übergewichtig. Allerdings ist er nicht unumstritten, da er nur ein grober Richtwert ist. Die Formel für den BMI ist: Gewicht in Kilogramm durch Grösse in Meter hoch 2. Ein Wert zwischen 18,5 und unter 25 ist laut Definition normalgewichtig.

Thomas Kissling: «Diese Grenzen sind heute nicht mehr so starr. Auch Leute mit einem Wohlfühlgewicht um BMI 25 können gesund sein.»

  • Bauchumfang: Das Fett um den Bauch erhöht das Risiko für Stoffwechselprobleme deutlich, egal wie schlank die Person ist. Dieses Fett wird mit dem Bauchumfang gemessen. Medizinisch gesehen ist man also lieber eine «Birne», als ein «Apfel».

Thomas Kissling: «Will oder sollte jemand abnehmen, ist es wichtig, dies langsam anzugehen. Keine kurzfristige Diät, sondern lieber eine Umstellung der Lebensgewohnheiten.»

Redaktion: Brigitte Wenger