Mein Mann geht ins Bordell

Jeder fünfte Schweizer war schon einmal in einem Bordell. Viele Männer betrachten einen Bordellbesuch als «Belohnung», etwa nach einem langen Arbeitstag. Ein grosser Teil von ihnen lebt in einer festen Beziehung.

Verkehrt der Mann mit Prostituierten, wird es für die Beziehung meist zur grossen Bewährungsprobe.
Bildlegende: Verkehrt der Mann mit Prostituierten, wird es für die Beziehung meist zur grossen Bewährungsprobe. colourbox

Fliegen diese Besuche auf, werden sie für diese Beziehung oft zur grossen Bewährungsprobe. Jenseits der nackten Zahlen existieren betrogene Frauen. Viele von ihnen wissen nicht, dass sie betrogen werden, denn das Geschäft mit der käuflichen Liebe lebt von der Diskretion und gedeiht im Verborgenen.

Doch nichts bleibt für ewig geheim. Irgendwann fliegt jede Unehrlichkeit auf ob durch «Zufall», gezielte Suche oder eine «Beichte». Dann stehen besagte Frauen vor dem Scherbenhaufen ihrer Beziehung, versinken im inneren Chaos von Schmerz, Wut, Hass und der Frage nach dem «Warum».

Ist eine Beziehung, wo der Mann auch käuflichen Sex konsumiert, grundsätzlich schlecht? Soll er es seiner Partnerin «beichten» oder soll er es für sich behalten? Kann/soll sie es ihm verbieten? Unter welchen Umständen kann eine Beziehung so etwas auch tolerieren? Wie kommt das Vertrauen in die Beziehung zurück, wenn es «auffliegt»? SRF-Ratgeberpsychologe Henri Guttmann mit Tipps.

Moderation: Adrian Küpfer, Redaktion: Christine Schulthess