Richtig Trinken im Sommer

Der menschliche Körper besteht zu über 70 Prozent aus Wasser. Wer zu wenig Flüssigkeit aufnimmt, könnte seiner Gesundheit schaden. Wasser trinken ist also lebensnotwendig. Doch wie viel Wasser ist genug?

Man sollte bereits trinken, bevor der Durst kommt, denn der Durst zeigt eine Mangelsituation an.
Bildlegende: Man sollte bereits trinken, bevor der Durst kommt, denn der Durst zeigt eine Mangelsituation an. colourbox.com

Übrigens: Die sehr verbreitete Meinung, der Kaffee dürfe nicht zur täglichen Mindest-Ration Flüssigkeit gezählt werden, stimmt nicht: Das Koffein stimuliert zwar tatsächlich unsere Nierenfunktion und man muss daher öfter Wasser lassen. Doch ein Grossteil der Flüssigkeit bleibt dem Körper trotz allem erhalten.

Der menschliche Körper braucht pro Tag zirka 2 Liter Wasser. Einen Teil davon nehmen wir durch die Nahrung auf. Man empfiehlt daher, mindestens 1,5 Liter Wasser zu trinken. Je mehr man sich bewegt und je wärmer das Wetter ist, desto höher wird jedoch der Wasserbedarf des Körpers.

Regelmässig trinken ist wichtig

«Es macht Sinn, immer eine grosse Wasserflasche in Griffweite zu haben», sagt Ratgeberärztin Ursula Imhof. «Das ist nicht nur bequemer, sondern erinnert einem auch immer wieder ans Trinken. Es kann auch ein Krug Tee sein, eventuell leicht gezuckert und mit Zitrone, das gibt Geschmack.»

Die Flüssigkeit erreicht beim Trinken über den Mund und die Speiseröhre den Magen. Dort wird sie über die Magenwand vom Blut aufgenommen. Überschüssige Flüssigkeit gelangt über die Nieren in die Harnblase und wird vorwiegend als Urin ausgeschieden, teilweise auch durch Schwitzen.

Zu viel und zu wenig ist schädlich

Ein dauerhafter Mangel an Flüssigkeit führt zur Dehydrierung. Die Folgen: verminderte geistige und körperliche Leistungsfähigkeit, Konzentrationsstörungen, Verwirrtheit und Schwindel, Muskelkrämpfe und Kopfweh.

Auch zu viel Flüssigkeit kann auf den Organismus schädlich wirken. Mehr als 10 Liter Flüssigkeitszufuhr führen zu einer Verwässerung des Blutes und einem relativen Mangel an Salzen wie Kalium und Natrium, welche für die Muskelfunktion besonders des Herzens wichtig sind.

Moderation: Joschi Kühne, Redaktion: Brigitte Wenger