Saatgut und Setzlinge kaufen – das müssen Sie wissen

Garten

Das Frühlingswetter lockt, man möchte im Garten oder auf dem Balkon Salate und Rüebli direkt aussäen. Oder im Haus an der Wärme Cherrytomaten vorziehen.

Auf dem Bild sind sechs rote Tomaten und zwei grüne an einem Strauch.
Bildlegende: Die Tomatensorte «Red Pear» ist eine samenechte Sorte. SRF/Silvia Meister

Beim Einkaufen von Saatgut taucht oft die Bezeichnung F1 Hybride auf. Was bedeutet das?

  • Ein F1 Hybride ist eine Kreuzung aus zwei reinerbigen Pflanzensorten.
  • Eine F1 Hybride hat genau definierte Merkmale. Die Pflanze ist zum Beispiel besonders grossfrüchtig, alle Früchte sind gleich gross, die Pflanze ist resistent gegen eine Krankheit usw.
  • F1 Hybriden müssen jedes Jahr wieder von den Samenzüchtern «hergestellt» werden.
  • F1 Hybriden sind Hochleistungssorten, welche für den industriellen Anbau gezüchtet werden und auf Dünger und Bewässerung angewiesen sind.

Wenn man nun von diesen Nachkommen Samen erntet und sie das nächste Jahr aussät, dann sind diese Merkmale verschwunden, denn sie gelten nur für die 1. Generation. In der 2. Generation schwächen sich diese genau definierten Merkmale ab.

Sorten von Gemüse- und Blumenarten hingegen sind samenecht. Das heisst, man kann von diesen Gemüse- und Blumensorten die Samen ernten und sie im nächsten Jahr aussäen. So erhält man wieder die gleiche Sorte mit den gleichen, guten Eigenschaften.

Gemüse- und Blumensorten gehören zu unserer Biodiversität. Nur wenn sie jedes Jahr ausgesät, geerntet und wieder ausgesät werden, bleiben sie uns als Kulturgut erhalten.

Moderation: Christina Lang, Redaktion: Silvia Meister