Selbstverteidigung im Alter

Man muss keinen Kampfsport-Kurs besuchen, um sich sicherer zu fühlen im öffentlichen Raum. Selbstverteidigung bedeutet vor allem, mögliche Gefahren frühzeitig zu erkennen und ihnen auszuweichen. Diese Achtsamkeit lässt sich im Sinne eines mentalen Trainings einüben.

Hat der Taschendieb die Handtasche geschnappt, kann es gefährlich sein, sich zu wehren.
Bildlegende: Hat der Taschendieb die Handtasche geschnappt, kann es gefährlich sein, sich zu wehren. Colourbox

Ein grober Stoss, und die Handtasche ist weg. Wer sich hier körperlich zu wehren versucht, riskiert einen Sturz oder Verletzungen durch Schläge. Am besten schützt sich deshalb, wer potenziell gefährlichen Situationen von vornherein aus dem Weg geht.  «Aufmerksamkeit und das eigene Bauchgefühl sind das A und O», sagt die Selbstverteidigungs-Lehrerin Regula Schembri.

Wer zusätzlich den Gleichgewichtssinn trainiert, riskiert weniger rasch einen Sturz. Und mit Atem- und Stimmtraining ist man gerüstet, einen Angreifer im Ernstfall durch eine klare Ansage wie «Stopp! Loslassen!» oder einen beherzten Schrei zu überraschen, zu stoppen und im besten Fall in die Flucht zu schlagen.

Die Goldene Regel bei jeglichen Übergriffen, die auf Handtasche, Portemonnaie oder sonstiges Eigentum zielen, lautet aber: Gescheiter hergeben, als eine Verletzung oder einen Sturz mit schlimmen Folgen zu riskieren!