So hält die Smartphone-Batterie länger

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Alles hat ein Ende – auch die Batterieleistung unserer Smartphones. Doch mit ein paar Tricks lässt sich der Alterungsprozess der Batterie verlangsamen. Wir haben die wichtigsten Tipps gesammelt.

Das unangenehme Gefühl, wenn die Batterie im roten Bereich ist.
Bildlegende: Das unangenehme Gefühl, wenn die Batterie im roten Bereich ist. Colourbox

Smartphone-Batterien verlieren nach ein paar Jahren an Leistung. Dagegen lässt sich nichts tun. Die folgenden Tipps können aber helfen, möglichst viel der Batterieleistung über möglichst lange Zeit zu erhalten. Allerdings: Um sich die Benutzung des Smartphones nicht zur Qual machen, sollte man sich nicht sklavisch an die Anweisungen halten. Denn aufhalten lässt sich der Alterungsprozess der Batterie wie gesagt nicht.

  • Vorsicht vor Hitze: Smartphone-Batterien funktionieren am besten im Temperaturbereich zwischen 18 und 25 Grad Celsius. Darunter oder darüber kann die Leistung der Batterie sinken. Wirklich problematisch wird es aber erst bei sehr hohen Temperaturen: Zeigt das Thermometer mehr als 60 Grad, kann die Batterie bleibenden Schaden nehmen.
  • Auch zu kalt darf es nicht werden: Bei kalten Temperaturen verringert sich die Leistung der Batterie –erholt sich aber wieder, wenn es wärmer wird. Bei Kälte ist aber Vorsicht beim Aufladen geboten. Lädt man den Akku bei Minustemperaturen, kann er dauerhaft Schaden nehmen.
  • Häufiges Laden schont den Akku: Für Batterien auf Nickel-Basis galt die Regel, sie stets komplett zu entladen und auch ganz wieder aufzuladen. Doch für die Lithium-Ionen-Akkus, die heute in den meisten Smartphones verbaut sind, ist das schädlich. Idealerweise sollten sie nie um mehr als etwa einen Viertel entladen werden. Dass so etwas im Alltag kaum möglich ist, muss aber keine Sorge machen: Es hilft schon, die Batterieanzeige nie unter die 25-Prozent-Marke sinken zu lassen.
  • Einmal im Monat ganz entladen: Zum oben Gesagten gibt es eine Ausnahme. Für die möglichst genaue Kalibrierung der Batterie (also für die präzise Prozentanzeige der verbleibenden Leistung), sollte der Akku etwa einmal im Monat doch ganz entladen werden.
  • Vorsicht beim Aufladen: Liegt ein Smartphone beim Aufladen unter einer Decke oder in einem Etui, kann es unter Umständen sehr heiss werden. Diese Hitze schadet dem Akku, weshalb das Gerät immer freistehend aufgeladen werden sollte.
  • Wenn möglich nicht zu lange laden: Fachleute sind sich nicht einig, wie schädlich es ist, ein bereits voll geladenes Smartphone weiter am Strom hängen zu lassen. Verschiedentlich wird auch davon abgeraten, einen Lithium-Ionen-Akku überhaupt bis zum Maximum aufzuladen. Angst vor «Überladen» ist zwar nicht angebracht, denn Smartphones und Ladegeräte verhindern heute, dass ein Akku zu viel Strom bekommt. Wenn immer möglich sollte man trotzdem den Stecker ziehen, sobald das Gerät voll geladen ist.
  • Nie einen leerem Akku lagern: Soll ein Smartphone über längere Zeit unbenutzt gelagert werden, dann sollte man darauf achten, dass sich sein Akku nie vollständig entlädt. Denn eine vollkommen leere Batterie (ein Zustand, der bei normaler Nutzung nie erreicht wird) kann gar nicht mehr geladen werden. Darum das Smartphone immer mit etwa halbvoller Batterie einlagern und den Akku in regelmässigen Abständen wieder ein wenig aufladen.
  • Update auf das neuste Betriebssystem: Um im täglichen Gebrauch Strom zu sparen lohnt sich die Installation des aktuellsten Betriebssystems – also z.B. iOS von Apple oder Android. In den neusten Versionen dieser Systeme finden sich oft verbesserte Funktionen zum Energiesparen.
  • Stromsparmodus nutzen: Wer Batterieleistung sparen will kann den Stromsparmodus seines Geräts aktivieren. Damit wird unter anderem die Bildschirmhelligkeit reduziert und Apps arbeiten nicht mehr im Hintergrund.
  • Unnötige Dienste ausschalten: Wer mit dem letzten Rest einer Batterieladung noch zur nächsten Steckdose auskommen muss, kann zusätzlich Dienste wie Bluetooth, WiFi oder GPS deaktivieren, falls sie nicht dringend gebraucht werden.

Autor/in: Juerg Tschirren, SRF Digital