Verhütung in den Wechseljahren

«In den Wechseljahren muss frau nicht mehr verhüten», denken Sie vielleicht. Das stimmt nicht ganz. Denn ab wann genau die Frau nicht mehr fruchtbar ist, ist nicht einfach festzustellen. Ausserdem verhält sich jeder weibliche Körper anders.

Frau hält Kondom in der Hand.
Bildlegende: Verhüten sollte frau länger als sie denkt. colourbox.com

«Selbst nach dem Stopp der Blutungen kann eine Frau noch schwanger werden», schreibt Gynäkologin Regina Widmer in ihrem Buch «Wechseljahre – natürlich begleitet». «Natürlich ist die Möglichkeit nicht mehr gross. Aber wie soll frau schon wissen, dass dies jetzt ihre letzte Blutung gewesen ist?»

Gynäkologen wie Regina Widmer raten darum:

  • Frauen um die 50 sollen noch ein Jahr nach der letzten Blutung verhüten.
  • Frauen unter 50 sogar noch länger.
  • Eine Hormonbestimmung bei der Frauenärztin hilft nicht unbedingt weiter. Denn die Höhe der einzelnen Sexualhormone kann stark variieren.
  • Reifere Frauen sollen mechanische Verhütungsmethoden (wie Kondom oder Diaphragma), Kupfer- oder Gestagen-Produkte als Verhütungsmittel benutzen. Verhütungsmittel mit Östrogen sind ab 35 oder 40 Jahren nicht mehr das Richtige, weil damit die Gefahr von Thrombosen steigen kann.

Redaktion: Brigitte Wenger