Weihnachtsschmaus aus dem eigenen Garten

An Weihnachten einen Festschmaus auftischen mit Salat und Gemüse aus dem eigenen Garten? Gar nicht so schwierig. Wir empfehlen Kohl- oder Wurzelgemüse für eine schöne Ernte auf den Jahreswechsel hin.

Mangold.
Bildlegende: Mangold ist ein feines Wintergemüse. Colourbox

Kohlgemüse:

• Dem Palmkohl «Nero di Toscana» und «Flower Sprouts» sagt man nach, dass es keine Minusgrade erträgt. Trotzdem gedeihen die Kohlgemüse auch auf Weihnachten hin. Mit einer Vlieshaube geschützt, überstehen sie die ersten Frühfröste problemlos und der Dauerfrost kommt meistens erst nach Weihnachten. Die langen, dunkelgrünen Blätter haben einen guten Geschmack und erinnern an Broccoli.

• Kohlrabli kann man sogar draussen lassen, auch wenn er gefriert. Das schadet ihm nicht. Einfach draussen Auftauen lassen und dann ernten.

• Der gekrauste Federkohl wird erst geerntet, wenn die Temperaturen länger unter 7 Grad bleiben. Mit der Kälte steigt der Zuckergehalt in den Blättern und die Blätter sind auch roh ein Genuss.

Wurzelgemüse:

• Rüebli ertragen keine Minustemperaturen? Stimmt nur zum Teil. Nur die Wurzel ist kälteempfindlich, das Kraut nicht. Also Rüebli in der Erde lassen, anhäufeln, Frühbeetkasten darüber platzieren und mit Laub oder Stroh auffüllen. So werden die Rüebli bis Weihnachten sogar süsser.

• Pastinaken sind wirklich frosthart, sie bleiben deshalb auf dem Beet. Einfach nach Bedarf ernten.


Würziges für den Salat:

• Pflücksalate sind sehr winterhart, sie können einfach mit einem Gartenvlies geschützt werden und liefern den ganzen Winter hindurch frische Blätter. Aber Achtung: Wenn die Blätter gefroren sind, nicht berühren, sondern draussen auftauen lassen. Dann ist er so knackig wie vor dem Frost.

• Setzen Sie austreibende Knoblizinken in Balkonkistli, sie treiben bald frische, grüne Blätter, die Sie nach Bedarf schneiden und in den Salat mischen können.

• Schnittlauch im Garten ausgraben, aufs Beet legen, damit er ordentlich durchfriert. Diesen Kälteschock braucht er zum treiben. 3 Wochen vor dem Festessen ins Haus nehmen, eintopfen und schon treiben frische Schnittlauchblätter. Nach dem Schnitt einfach wieder eingraben.

Spezialitäten:

• Stielmangold ist ein Herbst- und Wintergemüse, er kann ungedeckt oder mit einem Vlies überdeckt im Garten überwintern und erträgt gut einige Grade unter Null.

• Rote und gelbe Sorten des Stielmangolds sind nicht frosthart. Besser einige Stöcke ausgraben und eintopfen, sie werden an der Wärme bald treiben und neue, zarte Blätter bilden.

Moderation: Adrian Küpfer, Redaktion: Silvia Meister