Wer kann ihn noch, den Purzelbaum?

Fit und Gesund

Purzeln und sich wieder aufbäumen, aus diesen beiden Wörtern besteht der Begriff «Purzelbaum». In der Deutschschweiz gibt es diverse Ausdrücke: von Baimbirzel, über Fuurzegöiggu und Guggerstütz, bis Wölpeli. Gemeinsam sind sie der Inbegriff des kindlichen Herumtollens.

Mädchen macht Purzelbaum auf Bett.
Bildlegende: Durch das Rollen, Drehen und Taumeln entwickeln Kinder ihre Grundmotorik und den Gleichgewichtssinn. Imago

«Kindergartenkinder können den Purzelbaum nicht mehr!» Sportlehrer sehen die Grundmotorik ihrer Schüler eingeschränkt, durch Bewegungsarmut, übertriebene Vorsicht und übervorsichtige Eltern. Ja, und wir Erwachsenen? Täte ein bisschen drehen und taumeln nicht auch unserem Gleichgewichtssinn gut? Der Beweglichkeit? Der Kraft?

Für alle, die den Purzelbaum wieder einmal erleben möchten

  • Sorgen Sie für eine weiche Unterlage und genügend Platz.
  • Stellen Sie sich hin, Füsse hüftbreit nebeneinander. Wer ungeübt ist und sich so sicherer fühlt, beginnt in der Hocke.
  • Beugen Sie die Knie und neigen Sie den Oberkörper nach vorne. Setzen Sie die Handflächen etwa schulterbreit auf dem Boden auf und stossen Sie gleichzeitig mit den Beinen ab.
  • Ziehen Sie das Kinn zur Brust und machen Sie einen runden Rücken.
  • Nicht der Hinterkopf, sondern der Nacken und der Rücken sollen den Boden berühren. Achten Sie darauf, dass Sie nicht zu hart auf dem Rücken landen.
  • Ziel ist es, die Bewegung in der Ausgangslage zu beenden.
  • Vereinfachung: abwärts rollen, aus der Hocke starten.
  • Erschwerung: Rückwärtsrolle, Flugrolle, Rolle zu zweit.

Warum tut der Purzelbaum Erwachsenen gut?

Es kribbelt im Bauch, man trainiert den Orientierungs- und den Gleichgewichtssinn, der Purzelbaum bringt den Kreislauf in Schwung und weckt auf, und man erfährt, ob die Beweglichkeit und die Kraft noch für eine «kinderleichte» Turnübung ausreichen.

Wer soll vorsichtig sein?

Grundsätzlich tut vielseitige Bewegung gut. Wer Probleme mit dem Gleichgewichtssinn und der Wirbelsäule hat, soll vorsichtig sein.

Redaktion: Brigitte Wenger