Wie lassen sich Senioren-Unfälle im Verkehr reduzieren?

Über die Hälfte der Fussgänger, die in den letzten zehn Jahren im Strassenverkehr getötet wurden, sind laut Kantonspolizei Zürich über 65 Jahre alt. Deshalb fordert eine neue Kampagne nun mehr Rücksicht gegenüber den Senioren. Aber auch die älteren Personen werden in die Pflicht genommen.

Ein älterer Mann ist auf einem Fussgängerstreifen unterwegs, daneben stehen zwei Autos.
Bildlegende: Gegenseitige Rücksichtnahme ist das A und O im Strassenverkehr. Keystone

Ältere Menschen können auch selber etwas für ihre Sicherheit tun. Bereits die Vorbereitung sei wichtig, sagt Reinhard Brunner, Chef der Präventionsabteilung der Kantonspolizei Zürich: «Planen Sie genügend Zeit ein und wählen Sie eher helle Kleidung oder bringen Sie Reflektoren an.»

Tipps für Senioren, die zu Fuss unterwegs sind

  • Stosszeiten wenn möglich meiden.
  • Beim Überqueren der Strasse den Fussgängerstreifen benutzen und erst loslaufen, wenn Sie Blickkontakt zum Fahrer hergestellt haben.
  • Auf dem Trottoir soweit wie möglich von der Fahrbahn entfernt gehen.

Tipps für andere Verkehrsteilnehmer:

  • Mehr Aufmerksamkeit und Geduld: Zeigen Sie sich genau so rücksichtsvoll wie gegenüber Kindern.
  • Halten Sie am Fussgängerstreifen ganz an und geben Sie Handzeichen.
  • Fahren Sie bei Dämmerlicht und Dunkelheit besonders vorsichtig und langsamer.

Ganz generell gilt laut Reinhard Brunner der Appell: Auto- und Motorradfahrer sowie Seniorinnen und Senioren sollen sich partnerschaftlich verhalten. So könne man die Senioren-Unfälle markant reduzieren.

Moderation: Adrian Fürer, Redaktion: Lea Fürer