Wo finde ich faire Kleider?

16 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche – und das für einen Lohn von umgerechnet wenigen Franken. Näher und Näherinnen in Ländern wie Bangladesch, Indien oder China arbeiten oft unter miserablen Bedingungen. Es geht auch anders. So findet man faire Kleidung.

Nähmaschine.
Bildlegende: Fair? Die Produktion von Kleidung ist unterschiedlich. Keystone

Was bedeutet eigentlich faire Kleidung? Wichtig sind vor allem die Arbeitsbedingungen der Arbeiter und Arbeiterinnen. Es sollte nicht mehr als 48 Stunden in der Woche gearbeitet werden und pro Woche sollte jeder Arbeiter und jede Arbeiterin einen freien Tag haben. Zudem darf es keine Kinderarbeit geben und die Arbeiter müssen einen Existenzlohn erhalten.

Existenzlöhne sind Löhne, die ohne Überstunden zu leisten, genug hoch sich um die Grundbedürfnisse zu decken. Dazu gehören Essen, Miete, Ausbildung und Gesundheit.

Kleidung, die all diese Produktionsbedingungen erfüllt, gibt es nicht. Trotzdem gibt es Mode die mehr oder weniger fairer produziert wird. Diese Hilfsmittel helfen dabei, faire Mode zu finden:

  • Die Internetseite Labelinfo.ch. Sie gibt einen Überblick über faire Labels und wofür diese einstehen.
  • Die App «Fair Fashion?». So kann man per Smartphone überprüfen, ob eine Kleidermarke Existenzlöhne bezahlt. Labels, die rot markiert sind, bemühen sich gar nicht. Grün markierte sind auf einem guten Weg. Auch im Internet findet man «Fair fashon?» . Eine Seite von publiceye (früher Erklärung von Bern).
  • Die App «Fair Fashion Finder». Mit ihr findet man in seiner Umgebung Läden, die faire KLeider verkaufen. Auch im Internet ist dies möglich unter getchanged.net

Autor/in: Christine Hubacher; Desirée Ottiger, Moderation: Dani Fohrler